Haeckel, Ernst
Die Radiolarien (Rhizopoda radiaria) ; eine Monographie (Band 3): Die Acantharien oder Actipyleen Radiolarien — 1888

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I. Der Organismus der Acantharien,

Acanthometrae et Haliommatidia, 3. Müller, 1858 (Lit. Nr. 3, pag. 10, 12, 22, 46).

Acanthometrida et Borataspida, E. Haeckel, 1862 (Lit. Nr. 6, pag. 371, 412).

Panacantha, E. Haeckel, 1878 (Lit. Nr. 10, pag. 102).

Acanthometrea, R. Hertwig, 1879 (Lit. Nr. 11, pag. 133).

Acantharia vel Actipylea, E. Haeckel, 1881 (Lit. Nr. 12, pag. 421, 465).

Definition: Die Acantharien sind Radiolarien mit einfacher Membran der Central-Kapsel, welche
allseitig von sehr zahlreichen, regelmässig vertheilten Poren durchbrochen ist. Das extracapsulare Ca-
lymma schliesst kein Phaeodium ein. Das Skelet ist stets centrogen und acanthinig (ursprünglich aus
Piadial-Stacheln zusammengesetzt, welche vom Mittelpunkt der Central-Kapsel ausgehen und aus der
organischen Substanz Acanthin bestehen).

Historische Bemerkungen. Johannes Müller ist der Entdecker der Acantharien; er beobachtete
die ersten hierher gehörigen Formen 1853 in Messina, beschrieb sie 1855 (Lit. Nr. 1) unter dem Namen
Acanthomelra und gab in seinem letzten, die Radiolarien-Gruppe begründenden Werke (1858, pag. 46)
folgende Definition derselben: „Acanthometrae: Radiolarien ohne Gehäuse, mit kieseligen Stachel-Radien".
Er unterschied unter denselben vier Genera (Acanthometra mit 15 Species, Zygacantha, Liihophyllium und
Lithoptera mit je einer Art). Drei andere, zu den Acantharien gehörige Arten, welche sich von ersteren
durch den Besitz einer vollständigen Gitterschale unterscheiden, stellte er desshalb zur Polycystinen-
Gattung Haliomma (H. echinoides, IL hystrix, H. tabulatimi). Er nahm an, dass diese letzteren Kieselschalen
besitzen und als Haliommatidia (Lit. Nr. 3, pag. 12, 22) den Uebergang von den „Acanthometrae cataphractae"
zu den echten Haliomma bilden. (Lit. Nr. 3, pag. 22.)

Claparède, welcher 1855 mit seinem Lehrer Johannes Müller zusammen an der norwegischen
Küste arbeitete, beobachtete daselbst zuerst die ßewegungs-Erscheinungen der Pseudopodien an zwei
Arten von Acanthometra; er theilte die Beschreibung und Abbildung derselben mit in den von ihm und
Lachmann herausgegebenen „Études sur les Infusoires et les Rhizopodes" (Lit. Nr. 4, pag. 458).

In meiner Monographie gab ich 1862 die Beschreibung und Abbildung von 64 verschiedenen
Acantharien-Arten, welche sich auf 12 Genera vertheilen. Ich stellte diese in drei verschiedenen Fami-
lien zusammen : I. Acanthometrida (pag. 371—404) mit Radial-Stacheln, welche die Central-Kapsel durch-
bohren und sich in deren Centrum vereinigen, ohne Gitterschale (9 Genera mit 50 Species) ; II. Diploconida
(pag. 404), nur durch eine Gattung und Art, Diploconas fasces, repraesentirt, mit solider doppelkegelförmiger
Schale und centralem Axenstachel ; III. Doralaspida (pag. 412) mit einer extracapsularen kugeligen Gitter-
schale und mit 20 Radial-Stacheln, welche in deren Centrum zusammentreffen (2 Genera und 13 Species).

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