Universitätsbibliothek Heidelberg, Heid. Hs. 2740 II C - 149
Rickert, Heinrich
Kunstphilosophische Uebungen (Manuskripttitel) — Heidelberg [ermittelt], o.D. [1928]

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Kunstphilosophische Uebangen.

% eck der üebuingen.

Sweck derselhen wie imKoll«g: nicht umfassendes dystem
somdern Prinzipien der Philosophie der Kunst. Pooh hier in
anderer Teise als dort.

Port rein systematisch,i34ex--anlaiä^#efi,hier an-
knüpfen an bestimmtes -ouah.das der üeschichte angehört: Vor-
lesungen über Aesthetik.gand I. Jetzt T:ieier leicht zugäng-
lich ge^orden durch .ausgabe der sämtlichen "Verke von ülokner.
Darin Band 12^. x

Auch von diesem Band nur iiinleitung und erster i’et
die Idee des Kunstschönen oder das Ideal mit drei Kapiteln:

l.Begriff des Bchönen überhaupt.

E.Bas Hatursohöne.

3.üas Kunstschöne oder das Idcal.

D^eck jedoch nicht.hier Hegel um seiner selbst viillen
kennen zu lernen,sondern um an der Hand seiner Gedanken Prin-
zipien so zum BevsuBtsein zu bringen.wie ich sie für richtig
halte. Daher ganz "£rei” .Unter Umständen g-anz-- ohne ^.nknüpfung
an Hegel.

Tenn aber Hegel.nicht ohne Kritik.^a sogar auch
dort,7”o Hegel Kichtiges sagjt,nötig,gredanken in anderes epracfc
liches Gewand zu bringen.genauer in meine Perminolögie zu
übersotzen.

Das rird besonders überall dort nötig,^o Hegel
m>rt ;'Geist"gebraucht . Dieser Begriff außerordentlich vieldeu-
tig und mißverständlich. Immetr fragen: was ist unter Ueist ge*
meint,und Gedanken so formuliren,daß vieldeutiges Tort Ueist
dabei vermieden.

.uas keine Pedanterie, sondern im Interesse be-
grifflicher Klarheit notTsendig.

Bas Bystem Hegels.

Brste Aufgabe natüriic^^enn Hegel), :Hegel zu verstehen

Dann erst -^ritik, ..

Dies Verstctndniß setz t-'.Tsenn es ^anz/l in fie-
fe gehen soll,KenntniJ des gesamten Hegelsystems" voraus.

Hegel t?ar einer der"großen " Philoeophen,d.h.
er hatte System. Philosophie im höchsten Binne muß immer Sys-
tem haben.Hegel:"Die Scheu vor einem System fordert eine Bild-
säule des Gottes ,die keine Gestalt haben solle. Das uns/ste-
matische Philosophiren ist ein zufalliges.fragmentarisches Dai
ken".Terko 17,3.343 (Brief an öiethamer.)

Aber trotzdem hier nicht mit System in Totali-
tät beginnen. Das wlirde zuweit führen. Tir müssen unsern sy-
stematischen übsichten entsprechend.Hegels Aesthetik aus Sys-
tem herauslösen. JBur so lüöt sich das mehr als ^eschiohilioh
Bedeutsame darin begrifflioh klar machen.denn Hegels System
ais Ganzes het nur noo£ geschichtliche Bedeutung . Auoh Rich-
tiges ist in andern syatematisohen uedanken ganz einzuordnen.
Tertphilosophie,die Hegel explicite nicht vertritt.

Da von vornherein Schwierigkeit. ym etnas aus
iem Ganzen herauszulösen.muß man auch das Ganze kennen. Solcie
Kenntniß aber aes ganzen Systems ist hier unmögliclr.

Daher beschranken auf flüchtbgen ^lick.der

nigitens tnjere 'Jmrisee des Sanzen erkenr,

ör^ennen läßt‘
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