Karl Ernst Henrici <Berlin> [Editor]
Goetheautographen: Goethe in den Briefen seiner Zeitgenossen ; Goethe in den Briefen seiner Zeitgenossen ; Briefe aus dem Weimarer Kreis ; Briefe deutscher Dichter und Schriftsteller ; Musikerautographen aus dem Nachlaß Friedrich Schneiders in Dessau († 1853) und anderem Besitz ; Versteigerung 19. Mai 1913 (Katalog Nr. 15) — Berlin, 1913

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V. Musikerautographen.

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•482 Schulz, Joh. Abraham Peter, Kapellmeister des Prinzen Heinrich v. Preussen
in Rheinsberg, ausgezeichneter Komponist volkstümlicher Lieder; 1747—
1800. L. a. s. Reinsberg, 5. Mai 1797. 2y2 Seite 8°.

Freundschaftlicher Brief an Zelter. Voss (Joh. Heinrich) wird einem Concert in der Singaka-
demie beiwohnen, und er bittet ihn, womöglich Chorkompositionen von ihm selbst (Schulz) und Fasch
zur Aufführung zu bringen.

483 Schumann, Rob.; 1810—1856; P. a. s. Leipzig 18. December 1834. l1^ Seite
4°, eng und (gegen Schumann's Gewohnheit) sehr deutlich geschrieben.

Interessantes Stück. Originalvertrag zwischen Rob. Schumann und Julius Knorr einerseits
und dem Buchhändler C. H. F/Hartmann"andererseits über Herausgabe und Verlag der Neuen Zeit-
schrift für Musik. — Die Namen der Contrahenten sind am Kopf.

484 — L. a. s. Leipzig, 3. Jan. 1842. 2 volle Seiten 8°; nebst eigenhändiger
Adresse.

Schöner Brief an Musikdirektor Commer (Herausgeber der Musica Sacra) in Berlin, den er in
schmeichelhafter Weise zur Mitarbeit an der Neuen Zeitschrift für Musik auffordert, unter Darlegung
der von ihm vertretenen Tendenzen.

485 — L. a. s. 10. Jan. 1849. 1 Seite 8°. Geldangelegenheiten.

486 — L. a. s. 0. O. u. D. (Poststempel Dresden 11. Jan. 1850). 1H Seite. 8°,
mit Adresse.

An D. Reuter in Leipzig.. . „heute giebt es viel zu thun, morgen wird die Peri noch einmal auf-
geführt".

487 Sontag, Henriette, die berühmte Sängerin; 1804—1854. Musikalisches
Albumblatt a. s. (Henriette Rossi Sontag). Dessau 20. März 1852. 1 Seite 4°.

Eine lange komplizirte Gesangskoloratur. Aus dem Album von Friedrich Schneider in Dessau.

488 Spohr, Louis, der ausgezeichnete Geigenvirtuose und Komponist; 1784—
1859. 16 L. a. s. datirt Berlin, Magdeburg u. Cassel, von 1819 bis 1847,
zusammen 39 Seiten 4° und 3 Seiten 8°.

Hochinteressante musikalische Correspondenz. Sämmtliche Briefe sind an Friedrich
Schneider in Dessau gerichtet.

489 — L. a. s. Cassel, 26 Sept. 1842. 2 Seiten gr. 4°.

Freundschaftlicher Brief an Concertmeister Ferdinand David in Leipzig, dem er einen jungen
Componisten, Carl Müller aus Düsseldorf, angelegentlich empfiehlt.

490 — Musikalisches Albumblatt, a. s. „Canon für Streichquartett in der Gegen-
bewegung. Cassel, d. 12. Mai 1855, zur freundlichen Erinnerung an Louis
Spohr". 1 Seite 4°.

Hübsches Blatt aus dem Album von Theodor Schneider, Dessau (Sohn von Friedr. Schneider).

491 Spontini, Gasparo; 1778—1851. L. a. s. (französisch). Franzensbrunn,
22 Aoüt 1836. 1 Seite 4°.

An Kapellmeister Ganz in Mainz. Er bittet ihn um genaue Auskunft über einige Sängerinnen
(u. A. Clara Heinefetter), die sich um ein Engagement an der Berliner Oper bemühen. — Der Brief-
bogen hat am Kopf eine sehr hübsch gestochene musikalische Vignette mit dem eingravirten Namen
Spontini's und dem folgenden Vordruck: Der Ritter Spontini. erste ■ Kapellmeister und
Generalintendant der Kapelle Sr. Majestät des Königs von Preussen.

492 — 1., L. a. s. Berlin, 12 Avril 1842. 1 volle Seite 4°, französisch. (Interessantes
Schreiben an Friedr. Schneider in Dessau, dem er in seinem bekannten
gespreizten Stil eine Sängerin angelegentlich empfiehlt „pour des gastrolles")
— 2., L.S.Berlin, 19. Dec. 1828. 1 S. 4°, deutsch. (Ebenfalls an Schneider,
dessen Oratorien er bedauert, vorläufig zur Aufführung nicht annehmen
zu können).

Auktions-Katalog XV. Karl Ernst Henrici, Berlin W. 35.
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