Krieger, Albert; Badische Historische Kommission [Editor]
Topographisches Wörterbuch des Großherzogtums Baden (Band 2) — Heidelberg, 1904

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Randegg — Rappenau.

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K. Konstanz-Reichenau (Singen), ca. 1417
Kop. FUB. 6,266. — Heinrich von Randegg
ritter. jetz gesessen zue Stöfen 1451 Kop.
17. Jhs. K. Petershansen (Biedheim). 1484
FUB. 7,188.

Burkart von Ranndegg, tümherr und
euster der hohen stifft zu Costentz 1461
K. Petershausen (Hilzingen)

Balthasar und Martin von Ranndegg
1484 FUB. 7,188.

Burckhart von Ranndegk ritter zu Halls-
perg 1491 FUB. 7,333.-.

Haiurich von Randegk zu Langenstain
1497 FUB. 7,269.

[Eck des Randen; das Dorf liegt auf
einem Ausläufer des diesen Namen tragenden
Gebirges]

Flurname: Lusthäusle MitihistKomm.
2,109.

Die Herrschaft Randegg, bestehend aus
dem gleichnamigen Orte und Murbach und
Kaltenbach, gehörte einem Zweige des frei-
herrlichen Geschlechts von Deuring (Ritter-
kanton Hegau), Baumann, Seekreis 33; 1806
württembergisch, 1810 badisch.

Vgl. Gailingen, Gotmadingen, Katzental
(Engen), Korpen, Riedeschingen.

Randelstein wird in der Gemarkung
zu Neibsheim bei Bretten im Jahre 1542
angeführt, welches in einer Renovation von
1757 der Rangelsheimer Grund ge-
nannt wird, Mone in Z. 14,396. — Auf
eine Ödung weisen die beiden Namen
nicht hin, wohl aber ist der zweite Name
ein Beleg für die nicht allzuseltene Er-
scheinung, daß Flurnamen späterer Zeit,
welche auf den ersten Blick als alte Wohn-
ortsnamen erscheinen, tatsächlich nichts
weiter sind als entstellte eigentliche Flur-
namen.

Randen, der Teil des Jura zwischen
Rhein, Wutach . und dem Hegau. — silva
Randa liOO Baumann, Allerheiligen .58. —
in confinio Randin 1122 Baumann, Aller-
heiligen 101. —, der Randen "1426 FUB.
6,284. — Rannden 1465 FUB. 6,285.

die monntat am Rannden 1415 Kop.
1470 FUB. 6,222. 1479 ib. 7,137.

[Randen scheint dialektisch für Rangen
= Bergreihe (vgl. Buggensegel, -sedel)?
Baumann in SehrBaar 4,23]

Randen (Randenhof), Hof, Gem. Fützen
(Bonndorf).

Randen', Dorf, Gem. Blumberg (Donau-
eschingen).

Bis 1806 fürstenbel-gisch (Landgrafschaft
Baar).

Randenhof s. Randen (Bonndorf).

Randensteig, Häuser, Dorf Randen,
Gem. Blumberg (Donaueschingen).

Bandin s. Randen.

Raiidolfsried, im Hegau; Lage unbe-
kannt, dürfte aber wohl bei Ehingen (Engen)
zu suchen sein, wo TK. 134 eine ganze
Anzahl Lokalnamen verzeichnet, welche
mit -ried zusammengesetzt sind. — Büttel-
brunnen, Ehingen, Randolfsriet 1373
FUB. 6,30.

[Ried des Randolf]

Rangen s. Rankach.

Raningen, Raningen s. Renningen.

Rank, Hof, Gem. Ödsbach (Oberkirch).

Rankach * (Hinter-, Mittel-, Vorder-),
Zinken, Gem. Oberwolfach (Wolfach). —
Ranningen 1482 FUB. 4,12. — Rangen
1493 FUB. 7,285.

Rndrannigen 1482 FUB. 4,12,.

Ränke, Zinken, Gem. S. Peter (Freiburg).
— der Ränkebach Ende 18. Jhs. FDA.
15,184 (ist der Teil des Glotterbachs, der
durch Ränke fließt).

Rankhöf, Hof, Gem..S. Märgen (Frei-
burg).

Ranndegk u. ä. s. Randegg.

Rannden s. Randen.

Bannigen s. Rankach.

Bansebach, Ranspach, Ranßbach u. ä.
s. Raßbach.

Bapenaw s. Rappenau.

Baphensberg u. ä. s. Ravensburg!

Bappenau, Dorf (Sinsheim). — Rappenau
ad a. 1356 Z. 15,313. — zu Rappenow in
dorff und in der marke 1396 K. Pfalz
(Rappenau). — ze Rappenöwe 1404 K. Pfalz
(Rappenau): — ' Rappenaüw 1429 K. Pfalz
(Rappenau). — Rappenawe 15. Jh. Darmstadt, '
Kopialbuch des Klosters Wimpfen auf dem
Berg. — Rappenaw 1467 K. Pfalz (Rap-
penau). 1529 Darmstadt, Kopialbuch des
Klosters Wimpfen auf -dem Berg. —- dort
Rapenaw 1490 Darmstadt, Kopialbuch des
Klosters Wimpfen auf dem Berg.

Thomas Kantzier, Gemmingischer vogf
zu Rappenna 1594 K. Pfalz (Bappenau).

kirche 1343 Stocker Gemmingen 2,2,104.—
Rappenaw: ecclesia parocbialis, 's. Joannes
Baptista patronus, David de Helmstadt
armiger confert 1496 Kop. 17. Jhs. Wormser
Synodale, Z. 27,429.

[Au des Rappo]

Flurname: Martinshof, Steinäcker GK.

Grabhügel der Bronzeperiode, NReidel-
Jahrbücher 2,112. — Römische.
Gebäude.

War eine ritterschaftliche Besitzung der
Familie von Gemmingen-Hornberg (Ritter-
kantori Kraichgau); 1806 badisch.

C. W. F. L. Stocker, Chronik der Fa-
milie von Gemmingen und ihrer Besitzungen.
2. Band. 2. Heft, S. 89—119. Heilbronn
1874.
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