Kunstchronik: Wochenschrift für Kunst und Kunstgewerbe — 18.1883

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18. Zahrgan«z.
Beiträge

sind an ssrof. Dr. L. von
Lützow (Wien, There-
fianumgasse 25) oder an
die verlagshandlung in
Leipzig, Gartenstr. 6,
zu richten.

I^. December

Nr. y.

Inserats

zeile werden von jedec
Vuch- u.Runsthandlunz
angenommen.

1882.

Beiblatt zur Zeitschrift für bildende Kunst.

Lrscheint von Mktober bis Iuli jede lvoche am Donnerstag, von ^uli bis Septeniber alle (4 Tage, für die Abonnenten der „Zeitschrift für
bildende Kunst" gratis; für sich allein bezogen kostet der Iahrgang 9 Mark sowohl im Buchhandel als auch bei den deutschen

und österreichischen ssostanstalten.

Inhalt: vom Thrg'tmarkt. III. — Aatalog der Terrakotten des Louvrc-Museums. — Gcorg Lochncr -j-. — Konkurrenz um dcn Bau eines städti-
schen Thcaters in Athen. — Die akademische Aunstausftcllung in BerlinAus wien; Alma-Tadema-Ausftellung in London; Aus Kassel.
— Tiue Iugendarbeit Andreas Schlüters; Leldherrnbüsten für die Buhnicshalle des Berliner Aeughauses; Tberleins Statue Lionardo

vom Thristmarkt.

Mit Illustratimicn.

III.

ins der herrlichsten
Feste, welche im

Laufe des letzten

Äahrzehnts in Deutschland gefeiert

worden sind,, war ohne Zweifel die

am 16. Oktober 1880 von der Stadt
Köln veranstaltetete Feier der Voll-
endung des Kölner Domes. Die
Hauptstadt der Rheinlande, deren ma-
jestätische Baudenkmale von dem Reich-
tum, dem Glanze und der Größe
vergangener Zciten zu erzählen wifsen,
hat es von jeher verstanden, ihren öffentlichen Fest-
bchkeiten einen mit künstlerischem Anstrich gcpaar-

ten Schwung und Glanz zu geben, und kaum eine
zweite Stadt Deutschlands kann in Bezug auf die Be-
geisterung, welche die gesamte Bevölkerung bei solchen
Gelegenheiten kund giebt, mit ihr in die Schranken
treten. Auch das in Rede stehende Fest konnte so groß-
artig und eindrucksvoll fich nur unter der opferfreudi-
gen Beteiligung derBürgerschaft gestalten. Sein Glanz-
punkt war bekanntlich der historische Festzug, dem der
Gedanke zu Grunde lag, die Hauptmvmente in der
Entwickelung der Stadt von dem Beginu des Dom-
baues an bis zu dessen Vollendung zu lebendiger An-
schauung zu bringen. Jedes Jahrhundert sollte iu der
ihm eigentümlichen Tracht uud Sitte vorgeführt und
^ jede Gruppe der Mitwirkenden, soweit es thunlich,
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