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Merian, Maria Sibylla
Der Raupen wunderbare Verwandelung, und sonderbare Blumen-nahrung: worinnen, durch eine gantz-neue Erfindung, Der Raupen, Würmer, Sommer-vögelein, Motten, Fliegen, und anderer dergleichen Thierlein, Ursprung, Speisen, und Veränderungen, samt ihrer Zeit, Ort und Eigenschaften (Band 1) — Nürnberg, Frankfurt, Leipzig, 1679 [VD17 23:292909S]

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https://doi.org/10.11588/diglit.2553#0009
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L

Maulbeer- bäum ^orug cum
samt der Frucht. fruLu.
^MKAchdem fast jedermänniglich brkant / Laß der
^MZSeidenwurm der allernutzbarste unter allen
»^LdMürmern sey / und als der edelste den andern
weit vorgehe; also hab ich gegenwärtigen Anfang von
ihm nehmen/ und auch/ zu dessen Ehren / das Titulblat
dieses Büchleins machen wollen; in dessen Krantz/lau-
ter rothe/ junge Maulbeerblatter / und Blue
darneben/abgebiwet:Worauf der Samen/mit etlichen
ausgeschloffnen Würmlem/die zurselbigenJahrS-
zeit keine grössere Blätter haben können / zu sehen. Auf
diesem ersten Kupferblat aber hab ich weisse Maul-
beere/ samt ihrem grünen Blat/vorgestellt/dieweil
Lin grosser Seidenwurm/ der sich in seine Verände-
rung begeben will / darauf fitzt: Dessen Färb sonst
weiß/ weil er aber zu spinnen vorhat/ gelblicht/ ein-
geschrumpfen/ und etwas durchsichtig wird. Als-
dann schlenkert er auch mit seinem Kopf herum / und
lässt die Seiden aus seinem Munde: Darauf wird er in
em papiernes Häuslein/ welches (gleich einem Schar-
mützel) von unten spitzig/ obenauf aber weit gerollt ist/
gethan ; damit ihm die Arbeit etwas leichter werde.
Diejenigen Leute aber / die fle in gar grosser Menge ha-
ben/ pflegen Gesträusicht vonBäumen (daran sie spin-
nen sollen) in ein besonder Gemach zu stellen; und die
Blätter darauf zu legen / damit das gemachte Koch
selbst herab fallen könne. Wann nun dieseldige Zeit
vorhanden/ und mancher Wurm keinen rechten Ort/zu
A spinnen
 
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