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Cod. Pal. germ. 794

(118. 127v) SCHLACHT VON PAVIA, 1525 (Einblattdruck). Vgl. Rainer Brüning,
»Kriegs-Bilder«. Wie Flugschriften über die Schlacht bei Pavia (1525), den Sacco di Roma
(1527) und die Belagerung von Wien (1529) berichten, in: Militärgeschichtliche Mitteilun-
gen 45 (1989), S. 13-43.
(119. 128r) KLAGLIED DER ARMEN ÜBER DIE RÖMISCHEN ENTCHRISTI-
SCHEN PFAFFEN (Einblattdruck). >Eyn klaglied der armen vber die Roemische Enti-
christische pfaffen jm Judas oder Bentzenawers thon<. Ir Münch vnnd Pfaffenn/ was
honndt Ir gethon/ habt vnnß gemacht zu Affen/ die leng mags nit beston ... biß Christus
ist erstanden/ der lang begraben war/ hilfft vnd auß ewren banden wir singen laut vnd
klar Christ ist erstanden. Getruckt zu Rom MDxxii. 8 Str. Holzschnittrahmen und -bor-
düre. Text (nach diesem Druck): Wackernagel 3, Nr. 466, S. 392f. - 128v leer.
PK

Cod. Pal. germ. 794
[Ulrich] Boner: Edelstein
Papier ■ 84 Bll. • 30 x 20,7 • Schwaben • um 1415
Lagen: l1’ + (VI-2)9 (mit Bl. 7*) + (VI-1)20 + VI32 + (VI-1)43 + VI55 + (VI+1)67 (mit Bl. 55a) + (VI+1)80 +181\
Kustoden am Lagenanfang: 4HS, 6US, 7US (21r, 44r, 56r). Am Anfang der Hs. fehlt eine Lage, vgl. Kustoden, von der
sich ein Rest mit Teilen der Fabeln 5 und 8 als falsch eingeheftetes Bl. 80 erhalten hat. Vor Bl. 1 und 33 fehlt
jeweils 1 Bl., nach Bl. 9 fehlen 2 Bll., Bl. 36 ist verbunden (korrekte Reihenfolge der erhaltenen Bll.: Bl. 80, 1-33,
36, 34-35, 37-79), die auf Bl. 55a montierte Illustration gehört laut Wegener, S. 11, nicht zur Hs. Die Bll. sind
häufig auf Falze geheftet bzw. mit Falzen verstärkt. Foliierung des 17. Jhs.: 1-80, Bll. 1*, 7*, 55a, 81* mit mo-
derner Zählung. Wz.: zwei Varianten AMG/ SERAFINI/ FABRIANO in Ornamentrahmen, 17./18. Jh., vgl.
Kat. Heidelberg, UB 11, S. XIV; Lilie in Doppelkreis (Vorsatz; Varianten im Vorsatz von Cod. Pal. germ. 302,
522, 523, 538, 618, 696, 730 und 745), nicht nachweisbar; zwei Varianten Schlüssel im Wappenschild (Bll. 1-80),
Piccard, WZK, Nr. 121.652 (Bern 1413), Nr. 121.653 (Bern 1413). Schriftraum: 16,5-20,5 x 7,5-8,5; 26-36
Zeilen. Bastarda von einer Hand. Text versweise abgesetzt. Rote Lombarden der Fabelanfänge über zwei bis
drei Zeilen. Zur Hervorhebung der Lehre der Fabel am Rand häufig paragraphähnliche Zeichen in Rot. Übliche
Rubrizierung (Versalien rot gestrichelt). 85, teilweise nur noch fragmentarisch erhaltene, kolorierte Federzeich-
nungen zu Beginn der Fabeln, die nach Wegener, S. 11, mit denen in Cod. Pal. germ. 314, lra-50ra zu einer
Illustrationsgruppe gehören. Lieselotte Esther Stamm (Die Rüdiger Schopf-Handschriften. Die Meister einer
Freiburger Werkstatt des späten 14. Jahrhunderts und ihre Arbeitsweise, Aarau [u.a.] 1981, S. 210f.; mit Abb.)
lokalisiert die Miniaturen an den Oberrhein. 30v, 64r, 69v, 70v, 78r Beischriften zu den Miniaturen. Hs. fleckig
und mit zahlreichen, alt geklebten Rissen, Bll. teilweise abgerissen, häufig mit großem Textverlust. Im 18. Jh.
Restaurierung in Rom, vgl. das Wasserzeichen des Papiers, mit dem Fehlstellen hinterklebt bzw. auf das die nur
noch fragmentarisch erhaltenen Bll. 7*, 36, 42, 46, 55a, 58 und 80, s.o., montiert wurden. Pergamenteinband des
18. Jhs. (römisch), Rückentitel goldgeprägt: 794. Gelb-rosa Kapital. Rundes Signaturschild, modern: Pal. Germ.
794.
Herkunft: Datierung aufgrund des Wasserzeichenbefundes, Lokalisierung nach der Schreibsprache. Der Minia-
turenstil verweist jedoch an den Oberrhein, s. Lagen. Nach Wegener, S. VI, sicher aus dem Besitz Kurfürst
Ludwigs III. von der Pfalz. lr Signatur: 794 P. (17. Jh.). Am Rand mit Bleistift Zählung der Fabeln nach der
Edition Pfeiffers (19. Jh.). Vorderspiegel Inhaltsangabe (20. Jh., Bibliothekar Hermann Finke).
Schreibsprache: schwäbisch mit wenigen oberrheinischen (niederalemannischen) Formen.

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