Minst, Karl Josef [Transl.]
Lorscher Codex: deutsch ; Urkundenbuch der ehemaligen Fürstabtei Lorsch (Band 2): Schenkungsurkunden Nr. 167 - 818, Oberrheingau und Ladengau — Lorsch, 1968

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VERMERK

Die Schenkung der Angila (Gattin Cancors), der Gottgeweihten, in Birstat (Bürstadt
w. Lorsch) ist oben (in Urkunde Nr. 10) niedergeschrieben.

URKUNDE 169 (3. August 771 — Reg. 659)

Schenkung des Scoran im nämlichen Dorf, im 3. Jahre des Königs Karl, unter

Abt Gundeland

(Vgl. Urk. Nr. 3778)

Ich, Scoran, mache in Gottes Namen und zum Seelenheile des Meginward, den sein
Vater Heribert mir (als seinem Vormund) übergeben hat, eine Schenkung. Sie sei geweiht
dem heiligen Märtyrer Nazarius, dessen Leib in dem in pago rinensi (im Oberrheingau)
am Flusse Wisscoz (Weschnitz) gelegenen Kloster Lauresham (Lorsch) ruht — und das
übrige wie oben — bis: Ich schenke zur Gänze mein Gut in

Birstat (Bürstadt w. Lorsch), nämlich ein Wiesengrundstück, von dem drei Fuder Heu
gewonnen werden können. Vom jetzigen Tage an schenke, übergebe und übertrage ich es
aus meinem Besitz- in das Herrenrecht des Hl. Nazarius zu ewigem Eigentum — und das
übrige — bis: Geschehen im Kloster Lauresham (Lorsch) am 3. August (771). Handzeichen
von Scoran und Meginward. Samuel hat (diese Urkunde) geschrieben.

URKUNDE 170 (11. August 778 — Reg. 1449)

Schenkung des Frumold in Bürstadt im 10. Regierungsjahre des Königs
Karl, unseres Herrn, unter Abt Gundeland

(Vgl. Urk. Nr. 3787)

In Christi Namen vergäbe ich, Fruomold, aus göttlichem Antrieb und um der ewigen
Vergeltung willen, durch diese Schenkungsurkunde an den Heiligen Gottes Nazarius —
und so weiter — bis: Ich schenke mein Eigentum in

Birstat (Bürstadt w. Lorsch) in pago rinensi (im Oberrheingau), nämlich meinen Anteil
an Ackerland und alles übrige, das ich bekanntermaßen dort besitze, bis an die Wisscoz
(Weschnitz). Vom heutigen Tage an schenke, übergebe und übertrage ich das alles aus
meinem Besitz- in das Herrenrecht des Hl. Nazarius — und das übrige wie oben — bis:
so entrichte er zur Strafe an jene heilige Stätte beziehungsweise an deren Vorsteher den
doppelten Wertbetrag, an dem auch die königliche Kammer teilhaben soll, nämlich zwei
Unzen Gold und vier Pfund Silber — und so weiter — bis: Geschehen im Kloster Laures-
ham (Lorsch) am 11. August (778). Handzeichen des Frumold, der diese Schenkung machte
und deren Niederschrift erbat. Handzeichen des Grimold, seines Bruders, seines zustimmen-
den und mitübergebenden Zeugen. Handzeichen von

Ripwin, Heirirat und

Giselhelm, Willo.

Ich, Grimhar, habe diese Schenkung auf Bitten niedergeschrieben.
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