Minst, Karl Josef [Transl.]
Lorscher Codex: deutsch ; Urkundenbuch der ehemaligen Fürstabtei Lorsch (Band 2): Schenkungsurkunden Nr. 167 - 818, Oberrheingau und Ladengau — Lorsch, 1968

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URKUNDE 171 (21. Januar 782 — Reg. 1651)

Schenkung des Bernher in Bürstadt im 14. Regierungsjahre unseres Herrn,
des ruhmreichen Königs Karl, unter Abt Helmerich

(Vgl. Urk. Nr. 3786)

Ich, Bernher, schenke im Namen Gottes dem heiligen Märtyrer Gottes Nazarius,
dessen Leib in pago rinensi (im Oberrheingau), im Kloster Lauresham (Lorsch) ruht —
und das übrige — bis: mein Besitztum, nämlich eine halbe Hof reite in

Birstat (Bürstadt w. Lorsch). Vom heutigen Tage an übergebe und übertrage ich diese
zu ewigem Eigentum — und so weiter — bis: Geschehen im Kloster Lorsch am 21. Januar
(782). Handzeichen des Bernher, der diese Schenkung machte. Autbert hat sie niederge-
schrieben.

URKUNDE 172 (17. Mai 791 — Reg. 2319)

Schenkung des Priesters Willihar in Bürstadt im 23. Regierungsjahre
des Herrschers Karl, unter Abt Richbod

(Vgl. Urk. Nr. 3782)

In Christi Namen schenke ich, der Priester Willahar, dem heiligen Märtyrer Nazarius
— und das übrige — bis: nämlich mein Eigentum in

Birstat (Bürstadt w. Lorsch) in pago rinensi (im Oberrheingau), und zwar zwei Hörige
namens Wicchram und Elihilt mit zwei Kindern und allen ihren erarbeiteten Vorräten.
In ähnlicher Weise vergäbe ich auch ganz und ungeteilt vom heutigen Tage an und für
immer eine Hofreite im Dorf

Bochingin (Böchingen nw. Landaul Pfalz sw. Mannheim) in pago spirensi (im Speyer-
gau) an den heiligen Märtyrer Gottes Nazarius — und so weiter — bis: Geschehen im
Kloster Lauresham (Lorsch) am 17. Mai (791). Namenszeichen des Priesters Willihar, der
diese Schenkung machte. Handzeichen der (Zeugen) Hertdrich und Bernhart. Ich, Ruodolf,
habe auf Verlangen diese Schenkungsurkunde geschrieben.

URKUNDE 173 (23. Juli 788 — Reg. 2058)

Schenkung der Liebedaga in Bürstadt im 20. Regierungsjahre unseres Herrn, des
ruhmreichen Kaisers (richtig: Königs) Karl, unter Abt Richbod

(Vgl. Urk. Nr. 3785)

Ich, Liebedaga, schenke in Gottes Namen dem heiligen Märtyrer Christi Nazarius,
dessen Leib im Kloster Lauresham (Lorsch) in pago rinensi (im Oberrheingau) ruht —
und so weiter — bis: meine Liegenschaften, nämlich alles, was ich in

Birstettero marca (Bürstädter Gemarkung), wie allgemein bekannt, besessen habe, und
zwar Hofreiten, Wiesen, Weiden, Wege und alles in allen Teilen. In gleicher Weise ver-
gäbe ich auch alles, was mir meine Mutter in

Wizillai (Wüstung zwischen Bürstadt und Worms?) hinterlassen hat: Hof reiten, Felder,
Wiesen, Weiden, Wälder und Wege. Alles das und in allen seinen Teilen übergebe und
übertrage ich aus meinem Eigentumsrecht in das Besitz- und Herrenrecht des Hl. Nazarius
als ewiges Besitztum. Vom gegenwärtigen Tage an und für alle späteren Zeiten mögen
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