Minst, Karl Josef [Transl.]
Lorscher Codex: deutsch ; Urkundenbuch der ehemaligen Fürstabtei Lorsch (Band 2): Schenkungsurkunden Nr. 167 - 818, Oberrheingau und Ladengau — Lorsch, 1968

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derter Gesamtheit. Geschehen in öffentlicher Versammlung im Kloster Lorsch am 24.
Januar. Handzeichen des Lütwin, welcher veranlaßt hat, daß diese Schenkungsurkunde
ausgestellt und gefertigt werde. Handzeichen des Lütroch und des Königsboten Lütfrid,
als Zeuge. Handzeichen von Balduin und Walmar. Samuel hat (die Urkunde) geschrieben.

URKUNDE 541 (1. August 783 — Reg. 1835)
Schenkung der Cristina im gleichen Dorf unter König Karl und Abt Helmerich

Im 15. Regierungsjahre unseres Herrn, des ruhmreichen Königs Karl, mache ich, Chri-
stina, zum Seelenheile der Bertrud, der Minsuind und des Waltger eine fromme Spende.
Sie sei geweiht dem heiligen Märtyrer Gottes Nazaris, dessen Leib im Oberrheingauer
Kloster Lorsch ruht, dem der ehrwürdige Helmerich als Abt vorsteht. Ich wünsche, daß
diese Vergabung von ewiger Dauer sei. Ich schenke alles das, was ich in

Dornheim (Wüstung sö. Mannheim) bisher besessen habe und was mir mein Ehemann
als Morgengabe geschenkt hat, nämlich Hofreiten, Äcker, Felder, Wiesen, Weiden, Wege,
Wälder, Teiche und Bäche. Mit gegenwärtigem Tage übergebe und übertrage ich dies
alles im Namen Gottes aus meinem Besitz- in das Eigentums- und Herrenrecht des
Hl. Nazarius als ewiges Eigentum. Wenn aber künftig jemand, was ich durchaus nicht
glaube — und alles übrige (wie üblich) — bis: sondern diese Schenkung soll fest und
beständig verbleiben. Sie ist damit rechtskräftig geworden. Geschehen im Kloster Lorsch
am 1. August (783). Handzeichen der Christina, welche ersucht hat, daß diese Schenkungs-
urkunde ausgestellt und gefertigt werde. Handzeichen von Hugbert und Walmar. Dona-
deus war der Schreiber.

URKUNDE 542 (In der Zeit zwischen 784 und 796 — Reg. 2881)
Schenkung der Atta unter König Karl und Abt Richbod

In demselben Jahre (?) mache ich, Adda, zum Seelenheil des Eberhard eine Vergabung
an den heiligen Märtyrer Gottes Nazarius, dessen Leib im Oberrheingauer Kloster Lorsch
ruht, dem der ehrwürdige Herr Rihbodo als Abt vorsteht. Ich bin willens, diese Verga-
bung für ewig bestehen zu lassen. Ich übergebe und übertrage mit Wirksamkeit vom
heutigen Tag an und im Namen Gottes in

Dornheim (Wüstung sö. Mannheim) sechs Joch Ackerland. Sie mögen in der Weise
ewiges Besitztum bleiben, daß sie von diesem Tage an und künftig jener heiligen Stätte
jederzeit als Ertragsmehrung dienen sollen. Der Vertragsabschluß ist damit in Kraft ge-
treten. Handzeichen der Atda, welche gebeten hat, daß diese Schenkungsurkunde ausge-
stellt und gefertigt werde. Der Schreiber: Rudolf

URKUNDE 543 (Im Jahre zwischen dem 9. Oktober 784 und dem 8. Oktober 785

— Reg. 1944)

Schenkung des Heribert in demselben Dorf unter König Karl und Abt Richbod

Im 17. Regierungsjahr unseres Herrn, des ruhmreichen Königs Karl. Ich, Heribert,
bringe zum Seelenheile des Reginbert eine Opferspende dar. Ich entrichte sie an den
heiligen Märtyrer Gottes Nazarius, dessen Leib im Oberrheingauer Kloster Lorsch ruht,
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