Minst, Karl Josef [Transl.]
Lorscher Codex: deutsch ; Urkundenbuch der ehemaligen Fürstabtei Lorsch (Band 2): Schenkungsurkunden Nr. 167 - 818, Oberrheingau und Ladengau — Lorsch, 1968

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Nahilo, Gerbirga,
Rutger, Guntdrud und

Sigimund, Rihtrud.
Dieses alles schenken, übergeben und übertragen wir mit Wirkung vom heutigen Tage
aus unserem Besitzrecht in das Eigentums- und Herrenrecht des HL ~N(azarws). Gestützt
auf diese vertragliche Übereinkunft soll er es im Namen Gottes auf ewig besitzen. Gesche-
hen im Kloster Lorsch. Handzeichen des Erkenfrid und seiner Ehefrau, welche diese Stif-
tung durchführten. Handzeichen der (Zeugen) Tanzo, Heilrad und Beringer. Heilrad hat
(diese Urkunde) geschrieben.

URKUNDE 627 (13. Juni 776 — Reg. 1281)

Schenkung des Alman im nämlichen Dorf unter König Karl und Abt Gundeland

Im gleichen Jahre bringe ich, Alman, zu meinem Seelenheile dem heiligen Märtyrer
Gottes Nazarius eine Opfergabe dar. Der Leib des Heiligen ruht im Kloster Lorsch, dem
der ehrwürdige Herr Gundeland als Abt vorsteht. Mit dem Wunsche, daß meine Zuwen-
dung von ewiger Dauer sei, übergebe ich eine Hofreite, acht Joch Ackerland und ein
Rodland in

Sigirihkesheim (Mannheim-Seckenheim). Im Namen Gottes übertrage ich dies alles in
seiner Gesamtheit und in unverändertem Zustand als ewiges Besitztum. Damit ist der
Vertrag abgeschlossen. Geschehen in öffentlicher Versammlung im Kloster Lorsch am 13.
Juni (776). Handzeichen des Alman, welcher diese Fertigung nachgesucht hat. Handzei-
chen von Ruotbert, Erlolf und Engilman. Hariland war der Schreiber.

URKUNDE 628 (1. November 777 — Reg. 1357)

Schenkung des Fruotwin im selben Dorf unter der Regierung des
Königs Karl und des Abtes Gundeland

In Gottes Namen mache ich, Fruotwin, eine Schenkung, welche dem Seelenheile meines
Vaters Heriulf dienen soll. Die Vergabung erfolgt an den heiligen Märtyrer Christi Naza-
rius, dessen Leib in dem Lorsch genannten Kloster ruht. Das Kloster ist in pago rinensi
(im Oberrheingau) am Flusse Wiscoz (Weschnitz) gelegen, und sein Vorsteher ist der
verehrungswürdige Abt Gundeland. Für ewige Zeiten seien dorthin gespendet zwei Mor-
gen Ackerland in

Sickenheim (Mannheim-Seckenheim), eine Hof reite in

Blangkestat (Plankstadt) und ein Bifang in

Bergeheim (Heidelberg-Bergheim), der für die Anlage eines Weinberges geeignet ist.
Mein Vater hat dort bereits gerodet. Mit Rechtswirksamkeit vom heutigen Tage übergebe
und übertage ich dies alles in der Weise, daß es sofort und später und zu allen Zeiten der
Bereicherung jener heiligen Stätte diene. Urkund dessen die untenstehende Fertigung.
Geschehen im Kloster Lorsch am 1. November im 10. Jahre (777) der Regierung unseres
Herrn, des ruhmreichen Königs Karl. Handzeichen des Fruotwin, der diese Schenkung
durchgeführt hat. Handzeichen von Heribald, Babo und Walther. Grimar hat dies ge-
schrieben.
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