Minst, Karl Josef [Übers.]
Lorscher Codex: deutsch ; Urkundenbuch der ehemaligen Fürstabtei Lorsch (Band 2): Schenkungsurkunden Nr. 167 - 818, Oberrheingau und Ladengau — Lorsch, 1968

Seite: 248
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Eddingum (Edingen/Nk. nw. Heidelberg). Geschlossen und gefertigt. Geschehen in
öffentlicher Versammlung in Finnenheim (Weinheim). Handzeichen des Stifters Agilbert.
Handzeichen der (Zeugen) Waning und Suering. Wiglar hat (diese Urkunde) geschrieben.

URKUNDE 676 (6. August 767 — Reg. 207)
Schenkung von Beddo und Imma unter König Pippin und Abt Gundeland

Im 15. Regierungsjahr unseres Herrn, des ruhmreichen Königs Pippin, machen wir,
Beddo und meine Gemahlin Imma, gemeinsam eine nach unserem Willen für ewige Zei-
ten bsetimmte Vergabung an den heiligen Märtyrer Christi Nazarius, dessen Leib im
Oberrheingauer Kloster Lorsch ruht, dem der ehrwürdige Herr Gundeland als Abt vor-
steht. Im Namen Gottes schenken wir auf ewig zu eigen in

Eddingen (Edingen nw. Heidelb er gl Nk.) drei Joch Ackerland. Urkund dessen die
untenstehende Fertigung. Geschehen in der Gemeinde Lorsch am 6. August (767). Hand-
zeichen der Stifter Beddo und Imma. Handzeichen der (Zeugen) Walther, Sigiwin und
Eberhard. Wiglar als Schreiber.

URKUNDE 677 (11. Februar 767 — Reg. 108)

Schenkung der Bona in Edingen unter König Pippin und Abt Gundeland

Im gleichen Jahre am 11. Februar. Ich, Bona, will auf göttliche Eingebung hin ein
gutes Werk tun. Ich bringe dem heiligen Märtyrer Christi Nazarius eine Opfergabe dar.
Der Leib des Heiligen ruht im Oberrheingauer Kloster Lorsch, dem der ehrwürdige Herr
Gundeland als Abt vorsteht. Ich will, daß meine Gabe immerwährende Dauer habe. Ich
schenke in

Edingen (nw. Heidelb er gl Nk.) vier Morgen Land. Im Namen Gottes sollen sie von
heute an in der Weise ewiges Besitztum bleiben, daß ihr (Mönche) künftig das Recht
haben sollt, sie innezuhaben, zu behalten, zu verschenken, zu vertauschen oder sonstwie
zum Vorteil eurer Kirche damit zu machen, was ihr wollt. In allen Belangen sollt ihr
freie und unumschränkteste Vollmacht haben. Wenn aber künftig jemand, was ich zwar
durchaus nicht glaube — und das übrige wie oben — bis: Vertragsabschluß. Geschehen im
Kloster Lorsch. Handzeichen der Stifterin Bona. Handzeichen der (Zeugen)
Hartdrich, Trutbald,
Agispert, Warlan und

Otto, Nithard.

URKUNDE 678 (20. Oktober 770 — Reg. 570)

Schenkung des Geistlichen Walram unter Kaiser (richtig: König) Karl

und Abt Gundeland

Ich, der Geistliche Walram, mache im Namen Gottes und zu meinem Seelenheil eine
Vergabung an das Kloster Lorsch, in dem der Leib des Hl. Nazarius ruht, beziehungs-
weise an jene fromme Mönchsgemeinschaft, welche ebendort unter der Leitung ihres Abtes,
des ehrwürdigen Herrn Gundeland, Gott dient. Es ist mein Wille, daß meine Zuwendung
auf ewig bestehen bleibe. Ich schenke meine Besitztümer in pago lobodunensi (im Laden-
gau), und zwar in den Ortschaften
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