Schuba, Ludwig
Die Quadriviums-Handschriften der Codices Palatini Latini in der Vatikanischen Bibliothek — Wiesbaden, 1992

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VORWORT

zusammenhängenden Beschreibungen zu erfassen und später ebenso die hierauf
folgenden Quadriviumshandschriften. Maßgebend waren für diese Arbeiten die
vom Unterausschuß für Handschriftenkatalogisierung der Deutschen For-
schungsgemeinschaft herausgegebenen „Richtlinien". Von demselben Unteraus-
schuß wurde im Jahr 1978 die Drucklegung des Katalogs „Die medizinischen
Handschriften der Codices Palatini Latini in der Vatikanischen Bibliothek"
empfohlen, der im Jahr 1981 erschien. Es folgen hiermit die Beschreibungen der
Quadriviumshandschriften einschließlich der zugeordneten Praktiken. Ein drit-
ter Band wird von Frau Dr. Dorothea Walz vorbereitet. In ihm werden die un-
mittelbar an den Katalog von Stevenson anschließenden Manuskripte cpl 923-
1078 mit mittelalterlichen Geschichtswerken, Texten und Kommentaren zur
Philosophie, vor allem des Aristoteles, sowie naturkundlichen Schriften erfaßt.
Die Filme und Rückvergrößerungen der Codices Palatini Latini in der Universi-
tätsbibliothek Heidelberg erweisen sich für Inhaltsbeschreibungen und Datie-
rungen von Handschriften, in gewissem Maße auch für Angaben über die Aus-
stattung der Manuskripte als durchaus brauchbar. Die kodikologischen Daten
der einzelnen Handschriften, eingehendere Untersuchungen ihrer Ausstattung,
Lesen verblaßter Texte mit Hilfe einer Quarzlampe verlangen Einsichtnahme in
die vatikanischen Originale. Hierfür hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft,
welche auch die Personalkosten für die Katalogisierungsarbeiten trägt, dem Be-
arbeiter Studienaufenthalte in Rom ermöglicht.

Zur Anlage des Katalogs sei auf das Vorwort in Band I, „Die medizinischen
Handschriften der Codices Palatini Latini" verwiesen. Die Namen der arabi-
schen Autoren sind zu Beginn der Textbeschreibungen auch hier in der latini-
sierten Form der mittelalterlichen Übersetzungen belassen. Die zur Identifizie-
rung hinzugefügten Umschriften der arabischen Namen wurden aus Ullmann
II, Carmody oder dem Dictionary of Scientific Biography übernommen. In Tex-
ten und Glossen enthaltene Angaben über Verfasser, Übersetzer, Auftraggeber
und Benutzer der Texte und Handschriften sind in die Beschreibungen aufge-
nommen worden, ebenso Notizen über geschichtliche Ereignisse und Persön-
lichkeiten, die in den astrologischen Handschriften oft im Zusammenhang mit
Finsternissen oder großen Konjunktionen genannt werden.
Hier möchte ich allen danken, die mich bei meiner Arbeit an diesem Katalog un-
terstützt haben, an erster Stelle der Deutschen Forschungsgemeinschaft, die
durch ihre finanzielle Unterstützung die jahrelange Arbeit an diesem Katalog
und ebenso den Studienaufenthalt in Rom ermöglicht hat. Dasselbe gilt für die
Mitglieder des Unterausschusses für die Katalogisierung mittelalterlicher Hand-
schriften, die mir zu meinen Beschreibungen viele wertvolle Hinweise gaben.
Das Entgegenkommen des Hochw. Herrn Praefekten der Bibliotheca Aposto-
lica Vaticana und seiner Mitarbeiter will ich dankbar erwähnen. Besonders ver-
pflichtet bin ich Herrn Professor Dr. M. Folkerts, München, der mir für meh-
rere Handschriften Literaturhinweise gab, die ich in die Beschreibungen einar-
beiten konnte. Von meinem Kollegen Dr. Wilfried Werner erhielt ich vor allem
Hilfe bei der Mundartbestimmung mittelhochdeutscher Texte. Ebenso möchte
ich Herrn Professor Dr. Arno Borst für Hinweise auf das Florilegium Casinense

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