Stuhlfauth, Georg ; Vigenère, Blaise de [Transl.]; Artus, Thomas [Transl.]
Die Bildnisse D. Martin Luthers im Tode — Weimar, 1927

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Vorwort

er Beitrag zur Lutherbiographie und zur Lutherikonographie, der
hiermit in die Offentlichkeit geht, geht in seinen Ansängen zurück
aus das Reformations-Jubiläumsjahr 1917. Er ist die notwendige
Ergänzung zu dem 1917 im gleichen Verlage erschienenen Werke
von Christof Schubart, Die Berichte nber Luthers Tod und Begräbnis. Texte
und Untersuchungen, in welchem der Verfasser es bedauert, daß er die zu den
geschichtlichen Ouellen über Luthers Tod gehörenden Bilder infolge seiner Ver-
hinderung durch die Tätigkeit in der Kriegsseelsorge nicht habe bearbeiten können.
Die auf der Gedächtnisausstellung des Berliner Kupserstichkabinettes entdeckte Hand-
zeichnung mit dem Kopf des entschlafenen Reformators in ihrer verklärten Beseeltheit
und ihrem künstlerischen Zauber zwang zu geschichtlicher Beurteilung und Wertung,
und sie wurde mir Veranlassung, das gesamte überlieserte Material von Bildnissen
des toten Luther zu erfassen und zu sichteu. Jch habe manche Mühe, aber auch
manche Freude mit dieser Arbeit gehabt. Das Forscherglück ist dem Suchenden in
überraschendster Weise zu Hilfe gekommen. Aber gerade darum wage ich nur um
so weniger zu meinen, daß nunmehr alle hier in Betracht kommenden Bilder und
Bildwerke zusammengebracht wären. Mehr könnte ich hoffen, daß aus diese Schrist
hin der Lutherikonographie, deren Aufbau eine Ehrenschuld des deutschen Pro-
testantismus ist, vielleicht auch die Totenbildnisse Luthers noch zugeführt werden,
die etwa in privatem oder auch sonstigem Besiß noch vergraben sind.

Zu danken habe ich reichlich, vor allem den Herren Museumsdirektor I>r. Carl Küth-
mann in Hannover, Kunstmaler Professor Raffael Schuster-Woldan iu Char-
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