Stuhlfauth, Georg ; Vigenère, Blaise de [Transl.]; Artus, Thomas [Transl.]
Die Bildnisse D. Martin Luthers im Tode — Weimar, 1927

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Die Bildiiisse O. Martin Luthcrs im To de.

<19(4)>. Kupferstich vonJohann Martin Bernigeroth-Leipzig (1713—1767),
1746. Taf. XV Abb. 25?)

Der Stich (mit Rahmen 183 mm h. x 133 mm br.), anläßlich der 200. Wieder-
kehr des Todestages Luthers entstanden^), ist einschließlich der Beischrift eine
getreue Bervielfältigung des kleineren der beiden Totenbildnisfe im Besitze
der Leipziger Univerfitätsbibliothek (Nr. 15)^) und als Titelkupfer dem Werke
Von Karl Gottlob Hofmann, Usmorlum suooalLrom timsi'is ov Lsxaloii
D. Nurtmi Dntksii roooloro stuäot, Wittenberg 1746^), fowie der Sammlung
einiger deutfcher Schriften zu Ehren und Andenken des Todes und Be-
grübnifses unferes seeligen Herrn D. Martin Luthers, Wittenberg 1746,
beigegeben.

3. Medaille.

20 (1). Medaille von unbekannter Hand, abgebildet in Christian Juncker,
VitL D. Nurtim Dntliori nummis utguo ioouibus itlustratu, Frankfurt und
Leipzig 1699, TÄd. X Nr. XXIX (nebst Beschreibung S. 175), und in d es-
felb en Das guldene und filberne Ehren-Gedächtniß des Theuren Gottes-Lehrers
D. Nurtiui Dutbori, ebda. 1706, Seite 208. Danach Tafel XVI Abb. 26.

Die Vorderseite zeigt im inneren Rund mit der Jahreszahl 1546 Luthers
Totenbüste im Kitte?) mit leichter Wendung des Kopfes nach rechts. Hinter-
grund (Kiffen) fehlt; der Rand ist leer. Die Rückseite enthält folgende Legenden,

u) im inneren Rund (Diftichon):

Xoua bis obsouro lux kobruu ooustitit ortu!
lu xutrio ut mororis, oliro Dutlioro, solo;

b) auf dem Rand: lu muuus tuas oommouclo sxiritum M6UM, roäomisti
mo ckous voritutis?)

Die von Juncker wiedergegebene Medaille stammt angeblich aus der Oollootio
Soiäoliuuu. Jhr Bild ist entnommen aus einer als Folioheft erfchienenen Samm-
lung von Lutherbildnissen, die der weiland Kurfürstlich Brandenburgifche Rat

1) Nach photographischer Originalaufnahme.

2) Wer den Stecher Johann Martin Bernigeroth, seit 1762 Hofkupferstecher, gest. 1767, vgl.
Gustav Wustmann, Der Leipziger Kupferstich im 16., 17. u. 18. Jahrhundert fs. oben S. 3S
Anni. 7s, S. 47ff., S4ff.

3) So wichtig diese Tatsache ist, so offensichtlich ist fie. Sie ist auch von Gurlitt a. a. O. 260
bereits festgestellt. Es ist unbegreiflich, wie O. Clemen, Luther-Jahrbuch 1,1919 (1920), 67 Anm. 4
sie verkennen und behaupten kann, der Stich gehe auf LII (oben Nr. 3) zurück. Betreffs des ebenda
zitierten angeblichen „Bildes" Chr. Fr. Börners s. oben Nr. 9.

4) S. oben ebda.

5) Daß Juncker in seiner Beschreibung der Vorderfeite statt ImaZo bntbsii . . . alds. vosts
inänti schrieb: xnllg.tn vesto (— mit schwarzfarbigem Gewand) uff., hat bereits Tentzel a. a. O.
fs. oben S. 24 Anm. 3) gerügt.

6) Aus Luthers Sterbegebet, vgl. oben S. 2Sf.
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