Walz, Dorothea; Probst, Veit [Editor]; Zimmermann, Karin [Editor]; Biblioteca Apostolica Vaticana [Editor]
Die historischen und philosophischen Handschriften der Codices Palatini Latini in der Vatikanischen Bibliothek (Cod. Pal. Lat. 921 - 1078) — Wiesbaden, 1999

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Geleitwort

Die lateinischen Handschriften der weltberühmten Bibliotheca Palatina befinden sich
seit 1623 als Folge des Dreißigjährigen Krieges in Rom. 1886 erschien dort ein erster
Katalog des Fonds, der aber nur bis zu Cod. Pal. lat. 920 reicht (Codices Palatini Latini
Bibliothecae Vaticanae, hrsg. von H. Stevenson jun. - I. B. de Rossi, Rom 1886). In der
Universitätsbibliothek Heidelberg werden die von Stevenson nicht behandelten
Handschriften schon seit den 60er Jahren erschlossen, um sie der Forschung zugäng-
lich zu machen. Im Jahre 1981 konnte Dr. Ludwig Schuba den Band ,Die medizini-
schen Handschriften der Codices Palatini Latini in der Vatikanischen Bibliothek'
(Cod. Pal. lat. 1079-1339) vorlegen; 1992 folgte vom gleichen Verfasser der Katalog
,Die Quadriviums-Handschnften der Codices Palatini Latini m der Vatikanischen Bi-
bliothek' (Cod. Pal. lat. 1340-1458).

Der hiermit anzuzeigende Katalog schließt die Lücke zwischen dem Katalog von 1886
und den beiden von Ludwig Schuba verfaßten Bänden. Dr. habil. Dorothea Walz erar-
beitete die Handschriftenbeschreibungen der Signaturen Cod. Pal. lat. 921-1078. Bis
zu Cod. Pal. lat. 973 handelt es sich um historische Handschriften, bei dem Rest um
philosophische Codices. Damit ist ein eminent wichtiger Bestand erschlossen, in dem
sich besonders auch der mittelalterliche Universitätsbetrieb in Heidelberg widerspie-
gelt.

Die Bearbeiterin konnte ihr Werk aus verschiedenen Gründen nicht selbst zum Druck
befördern. Diese Aufgabe und damit die Herausgeberschaft haben Dr. Karin Zimmer-
mann und Dr. Veit Probst übernommen. Frau Dr. Zimmermann ist für die formale
Neugestaltung und die Überprüfung von Literatur und Abkürzungsverzeichnis zu
danken, Herrn Dr. Probst für die umfassende Kollation aller Incipits und Explizits an
den Handschriften.

Grundlage der Arbeit waren Mikrofilme der Codices, die in den Jahren 1960-1962 in
Rom angefertigt werden durften. Aber auch eine Autopsie der Handschriften in der
Vatikanischen Bibliothek durch die Bearbeiterin selbst war problemlos möglich. Dem
Vatikan ist für dieses Entgegenkommen aufrichtiger Dank abzustatten. Erneut ist auch
der Deutschen Forschungsgemeinschaft zu danken, die die hohen Personal- und
Druckkosten übernommen hat, die bei einem so aufwendigen Unternehmen anfallen.
Ganz besonderer Dank gilt der Bearbeiterin Dr. habil. Dorothea Walz, die sich über
viele Arbeitsjahre hinweg in mühevoller Detailarbeit mit der Erschließung dieser
Handschriften befaßt hat.

Dr. H.J. Dörpinghaus
Direktor der Universitätsbibliothek Heidelberg

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