Zeitschrift für Ästhetik und allgemeine Kunstwissenschaft — 10.1915

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160 RICHARD HAMANN.

Art noch in subjektiven Funktionen (Denken, Wollen, Fühlen) das
spezifisch Ästhetische zu finden ist, sondern daß es allein aus der
Beurteilung phänomenal gegebener Inhalte nach bestimmten Bedeu-
tungsgebieten zu verstehen ist, wird durch das Geistreiche besonders
deutlich. Und wenn es uns gelingt, für solche Inhalte gewisse iso-
lierende, konzentrierende und intensivierende Faktoren eindeutig in
die Beschreibung und Begriffsbildung hineinzunehmen, dürfen wir
hoffen, auch zu einer begrifflichen Systematik von eigenbedeutsamen
Gebilden zu gelangen, die nun die Grundlage abgeben für die Unter-
suchung, wie sich diese Gebilde zu den Objekten verhalten, als deren
Erscheinungen wir die Gebilde auch auffassen können, und zu den
Subjekten, denen diese Objekte erscheinen.
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