Müller, Emil
Überlieferung des Herpin von Burges ( Halle-Wittenberg, Univ., Diss.) — Halle, 1905

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Befehl Gottes mit Lew aus. Gerna findet nach langem Suchen seinen Herrn,
berichtet ihm von Florentinas Verjagung durch den Herzog von Calabrien
und von Herpins Ermordung durch Gombax. Gombax hatte inzwischen Karls
Gemahlin geraubt; Lew tötet ihn im Zweikampf. Die Söhne Hermanns, des
treuen Schultheifs von Bourges, schlägt Lew zu Bittern und nimmt den älte-
sten, Morandin, mit auf seine Fahrt nach Montlisan. — 130dff.: In Montlisan
söhnt sich der Burggraf mit Heinrich nach einem resultatlosen Zweikampf
aus. Lew bricht von Montlisan gleich gegen den Herzog von Calabrien auf.
Gerhart, sein und Clarissas Sohn, tritt als Söldner in sein Heer. — 134cff.:
Ölbaum, herangewachsen, verkauft die Kühe seines Pflegevaters und ersteht
sich Pferd und Küstung. Mit einem erkämpften Turnierpreis will er Ely
entschädigen, wird aber von dem erzürnten abgewiesen und erfährt, dafs
er ein Findling ist. Ölbaum reitet nach Spanien und erwirbt sich durch
kühne Taten im Kampf gegen die Ungläubigen König Ansys Thron und
Tochter. Eine himmlische Stimme befiehlt ihm nach Affellem zu reiten, wo er
seine Eltern finden wird. — 141ftff.: Lew belagert Riga. Gerhart nimmt den
Fürsten von Tarant gefangen und wird von Lew als Sohn anerkannt. Der
Herzog wird auch gefangen und hingerichtet, Biga erobert, Weckolter ver-
brannt. Lew forscht nach seinem Sohn. Ely erzählt ihm von Ölbaum und
wird mit Heinrich ausgesandt, diesen zu suchen. Lew selbst zieht dem König
von Cypern zu Hilfe, der Affellern belagert. — 145aff.: Ely und Heinrich
erfahren durch Gallien, dafs Ölbaum vor Affellern liegt; sie berichten es Lew,
der nun seinen Sohn am Wappen im Heere erkennt. Florentina entflieht mit
ihren Begleitern aus Affellern, wird gefangen vor Lew geführt. Ein grofses
Fest feiert das Wiederfinden. Affellern wird erobert, Wilhelm zum König
dieses Landes gekrönt. Ölbaum zieht heim; seine Gattin Gallien ist in-
zwischen gestorben. — 148dff.: Florentina wird siech und stirbt. Lew
verläfst heimlich seine Söhne und wird ein Einsiedler. — 149d ff.: Ölbaum
tötet Ottiuase, der Ascalon belagert. — 150dff.: Morandin soll für Wilhelm
um Synagons Nichte Grai'sien werben; er wird aber mit Synagon eins und
liefert Wilhelm in seine Hände. — 152d ff.: Morandins Brüder in Bourges
stehlen das heilige Hörn, vergraben es und legen ein anderes an seine Stelle,
das niemand blasen kann. — 153d ff.: Der König von Cypern gelobt seiner
sterbenden Gemahlin nur eine ihr ähnliche Frau zu heiraten. Da seine Tochter
Fröhlich ihr am meisten gleicht, will er sie mit Genehmigung des Papstes
ehelichen. Fröhlich aber hackt sich eine Hand ab; nun gleicht sie ihrer
Mutter nicht mehr. Der König verbannt sie. — 156aff.: Ölbaum erlegt einen
grofsen Fisch, in den Ottiuases teuflischer Geist gefahren war, und der die
Pilger an der Fahrt nach Jerusalem hinderte. — 157b ff.: Grafsien gelingt es,
Wilhelm zu befreien und mit ihm zu entkommen. Morandin erhängt sich in
Verzweiflung. Wilhelm reitet nach der Hochzeit nach Bourges. Das falsche
Hörn vermag er nicht zu blasen und wird von Morandins Brüdern eingekerkert.
— 162°ff.: Fröhlich (die sich nun Betrübnis nennt) fährt in einem Boot an
Ölbaums Burg vorbei. Ölbaum sieht sie, gewinnt sie lieb und erhebt sie zu
seiner Königin. — 163dff.: Grafsien bittet Ölbaum, Wilhelm aus seiner Ge-
fangenschaft zu befreien. Ölbaum belagert Bourges, wird aber von Morandins
Brüdern in einen Hinterhalt gelockt und in einer Burg in Gefangenschaft
gehalten. — 165dff.: Lew erfährt durch den weifsen Bitter von der Not
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