Ackermann, Jacob Fidelis ; Wenzel, Joseph [Übers.]
Über die körperliche Verschiedenheit des Mannes vom Weibe, außer den Geschlechtstheilen — Koblenz, 1788

Seite: 6
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der Mann gewinnt mehr in Ansehung der Agi«
lität durch seinen 'I^onug xarrium, als das
Weib durch seine größere Empfindlichkeit.
Die Fieberbewegungen gehen also beim weib-
lichen Geschlechte unter gleichen Umständen viel
mäßiger vor sich, und alle Zufälle der Krank-
heit sind gelinder.
Die Krankheit endiget sich nun auf 2 We-
ge , entweder in den Tod, oder in die Gesund-
heit.
Endiget sich die Krankheit in den Tod, so
erfolget dieser unter gleichen Umständen beim
Frauenzimmer viel langsamer, viel später als
beim Manne.
Ich hatte die besondere Gelegenheit, bei ei-
ner diesen Winter über in Mainz herrschende»:
gallichten Epidemie, welche gar bald eine allge-
meine Verderbniß der Säfte nach sich zog, diese
Krankheit bei beiden Geschlechtern zu beobachten.
Beim männliche»: Geschlechte trat immer
an: Anfänge der Krankheit ein Frost ein, beim
we lchen ein kaum merkliches Frösteln, oder
hie Krankheit fing gerade zu mit Hitze an.
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