Die angenehmen Zeitvertreibe, in den Erzählungen des Herrn von Adelsberg — Frankfurt am Main, 1767 [VD18 14316323]

Seite: 154
Zitierlink: 
https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/adelsberg1767/0156
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen Nutzung / Bestellung
0.5
1 cm
facsimile
is4 MM MM
higt nützlich hier auf Erden, will ich, durch L<y
ster unentstellt/ inehr als ihr Mitgenosse werden,
ein Bürger jener bessern Welt.
So will ich stets mich hier betrachten, in
Gott nur mich für selig achten, weil er mein
ganzes Seyn umschränkt. Er sey's, auf den
ich dankbar blicke, den als den Quell von mei-
nem Glücke stets meine Seele sich gedenkt; Er
fey's, für den die Flammen lodern, die jetzt
mein muntres Blut ernährt; sollt* er nicht
Kräfte wieder fodern, die seine Huld mir erst
gemährt?
Und da er meine Trieb' auch reinigt, seit
dem er mich mit sich vereinigt, weyht er sie ja
zu seinem Dank. So fty auch jegliches Ver-
mögen, die Kräfte, die sich in mir regen, mein
Leben sey sein tzobgesang. Was wird mich
dann für Ruh durchdringen! Wie viel um-
schließt nicht sein Genuß!-und kann ein
Geist sich zu ihm schwingen, daß er sich nicht
auch freuen muß?
So werd ich nun um seinetwillen stets jede
Pflicht getreu erfüllen, und, daß er sie befiehlt,
mich freun; in ihm mich erst recht würdig lie-
ben, und wirklich groß gesinnt mich üben, wie
Gott ein Menschenfreund zu seyn. Dadey
soll mir sein Beyfall gnügen; und bin ich
nur um den bemüht, was kann mir alsdenn
daran
loading ...