Die angenehmen Zeitvertreibe, in den Erzählungen des Herrn von Adelsberg — Frankfurt am Main, 1767 [VD18 14316323]

Seite: 181
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chen Tborheiren eines allgemeinen BeyfaKS ge-
würdiger, und sich dis schlechte Erfindung ei-
nes Schlechtdenkenden zu einer Richtschnur hätten
dienen lassen, wobey ihnen sehr oft Der Beutel
gefeget worden.
Wenn ich nun meine Erzählung mir den
Anmerkungen bey den spielenden Personen er-
weitern wollte, so würde ich eine ftlche Menge
von Betrachtungen finden, daß ich gewiß em
halbes Alphaber Bogen davon voll schreiben
könnte» Wenn irgend lauter Kinder, lauter
Jünglinge, die noch nicht recht zu Erstände
gekommen waren, mit einander stielen möch-
ten : so könnte mau es ihnen eben so wenig
verdenken, als daß sie auf bumen Steckenpfer-
den ritten. Wie man es aber erwachsenen
und bärtigen Leuten nicht an einem lauten Ge-
lächter würde mangeln lasstn, wenn sie zur Lust
auf einem hölzernen Pferde Durch Die Straßen
traben wollten: also scheinen sie bey dem eitlen
Kartenspiele eben Dergleichen Spott zu verdie-
nen ; ob sie gleich durch die eingesührten Sittes
Davor! gesichert sind.
Ich bin einmal an einem Orte in Gesell-
schaft gewesen, wo vier angesehene Männer bey«
sammen waren: Männer, Die chckls akademi-
sche, rheils Staatsbedienungen verwalteten, und
für Die vernünftigsten des Orts gehalten wurden-
Ich steuere mich, Diese vier-Stützen Des gemei-
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