Agricola, Johannes
Sibenhundert vnd Fuenfftzig Deut=scher Spruechwoertter: Mit viel schoenen lustigen vnd nutzlichen Historien vnd Exemplen erklae=ret vnd außgelegt. — [S.l.], 1558 [VD16 A 967]

Page: 15r
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Acudtschtt SprüchwörtM -z
wirt jnen der stand vntraglich sein / vnd
werden morde vnd vnglkck anrichrcn/al-
lein danrmb / das sie Gott nrcht gegrüstcr
haben/da erjncn begegnet ist.
Srß ziehe ein jeglrcher auff sich selbs/
vndauffalie ständ rn derwclt/drc mchtof
fentirch weder Gott sernd/ so würde er be-
finden das es warse-.Gorr begegnet man
chem Menschen/ wann er jnkkmdtegrüs-
scn/ Dann man helr osft Gott nicht war-
ha ffr flrr Gotr/da er doch Gorrrst/rc.
Lrauwol/mkttk das xferdt
weg.
Es kan einer den andern nicht betric-r
gen/er trawejm dann« Für einem fernde
kan man sich hürcn/Man versrhet sich auch
zu einem feinde rnchrvielgUts. Gerader
hat erncnletchtlich vnd bald betrogen/zu
dem man sich rrcw vnd alles gms versi-
her. Vnd dieses Sprüchwort rst frerlrch
auß der that erwachsen / das einer gesagt
hat/ Ich getrawedemwol/rc. ich wüju
reuten lasten/ vnd derselbtg trauwo! rst
mu dem pferdt äußbltebcn. wo erjm aber
das nir vertrawcr het/so her er fern pferdk
tm stall behalten.
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