Allgemeine theologische Bibliothek — 3.1775 [VD18 90309928]

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2Z6 Revisionen.
treflich, besonders die erste Hälfte. Aber fteyl'ch
giebtS genung zu erinnern. H. E. wundert sich z, E.
Laß der V- für die Würde des Predigramts nichts
aus der Bibel anbringt, und glaubt, ec habe etwa
nur die philosophischen Verächter d'es Amts zurech-
te bringen wollen. Aber wenn H. E- nicht blos das
für biblische Argumente gelten lasten will , was mit
Sprüchen der Bibel ausgedruckr ist, sondern auch
Las, was der Sache nach in der Bibel steht, oder
aus ihren Aussprüchen fließt, so dürfte die Beschul-
digung keinen Grund haben. Ferner scheint eö ihm,
als wenn es bisweilen das Ansehen habe, als baue
der V. die ganze Beruhigung des Menschen auf
die Rechtschaffenheit der Gesinnungen und des Le,
hens. Wir unftrs Orts wünschten, daß alle Men-
schen sie darauf bauen, und daß sich keiner bey dem,
was Jesus Christus für uns gethan und gelltkcn hat,
beruhigen mochte, wofern er sich nicht vorher dieses
Hauptgrundes unserer Beruhigung, einer wahren
Rechtschaffenheit der Gesinnungen und des Lebens,
bewußt worden ist: ohne welche wir doch nie an Chri-
sto einigen Anchcil haben können. Denn nur als-
dann wird die Relichon Jesu in der Welt anfangen,
ihren Nutzen und Kraft zur menschlichen Glückselig-
keit zu beweisen, wenn die Behauptung allgemein
werden wird, welche Johannes so gut wie Spalding
entschärft: ihr Lieben! so uns unser Herz nicht ver,
dämmer, so haben wir eine Freudigkeit zu Gott:
und was wir bitten, werden wir von ihm nehmen,
Venn wir halten seine Gebote und thun, was vor
ihm gefällig ist-^ und daran erkennen wir, daß er
in uns bleibet, an dem Geiste (Gesinnn^en) den er
uns gegeben hat. i.Ioh. i, 21—24.-7 Von der
Erbsünde sagt H.E. S, Z)Z* daß sie, gesetzt auch sie
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