Allgemeine theologische Bibliothek — 9.1778 [VD18 90309928]

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in der Religion, von Cellarius. 169
Stetigkeiten geführet würden. "Wenn, so heißt
e6 l u /, oie Zukunft eben so für die jetzigen Feinde
de: sogenannten Orthodoxie entscheiden sollte,
wie sie es nunmehro für die so genannten Pietu
freu, zum merklichen Nachrheil derer, die sich, im
Gegensatz von lbnen, Orthodoxen nannten, ent-
schieden hm; so stehe ich wahrlich in der äußersten
Furcht, in ilbsicht unseres bishero für göttlich ge-
haltenen ^ehrbegnfs im Vorträge desselben. Denn
die Grundartikcl unseres Glaubens werden auf
das äußerste und mir den ausschweifendsten Waf-
fen bestürmet, die jetzo, zur Schande der christli-
chen Religion, akademische lehrstühle, Kanzeln,
Zeitungen, Journale, fliegende Blätter und Ro-
mane, und wie die Waffen alle heißen, als so
viele Kunstgriffe gebraucht werden, um der heiligen
Wahrheit das Garaus zu machen. Theologen
in schwarzen Kleidern, Professoren, die alles
Mögliche vorstellen wollen, (ur broteus non
menaox gi'tis omnia transforinnt leie in rni«
racula rernrn); Philosophen in gefälligem Ge-
wände, und Mit lachender Miene; Adepten und
Liebhaber der Mysterien, so gar Buchdrucker und
Buchführer, Zeitungsschreiber; das sind die Gi-
ganten, die den Kirchenhimmel anfallen, nieder-
reisten, und aus dessen Trümmern einen neuen,
der mehrere Einwohner fassen und mit Bequem-
L s lichkeit
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