Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen [Editor]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 42.1917

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0. Rubensohn

nißte Felder. 3 cm unterhalb des Randes zieht sich ein breiter Wulst
um das Gefäß, dessen Ansatz oben und unten umlaufende Firnis-
streifen begleiten. Auf die ebene, tongrundige Oberfläche des Wulstes
sind mit einem sechszinkigen Instrument (wohl aus Holz) schräge
Reihen von je 6 viereckigen Löchern eingedrückt. Unterhalb des
Wulstes ,,Metopenfelder" mit konzentrischen Kreisen und Gitter-
werk. Die Verwendung plastischer Zierraten im Dipylonstil nicht


Abb. 92.

selten, vgl. Athen. Mitt. XVH1 1893 S. 133 ff., S. 139 und Graef, Die
antiken Vasen von der Akropolis S. 31. Ähnliche Wülste an insel-
geometrischen Untersätzen, vgl. Pottier, Vases antiques du Louvre
T. XIX A 490 u. 491. Das eingetiefte Ornament auf dem Wulst ist
singulär, es erinnert an prähistorische Praktiken (vgl. oben S. 28),
die sich ja auch in anderen geometrischen Stilen wiederfinden (vgl.
z. B. Athen. Mitt. XXVIII 1903, Beilage 1 zu S. 96 No. 3 Thera).
b) Randstück eines etwas kleineren und mehr ausgebauchten Kraters
oder einer tiefen Schüssel mit absetzendem Hals (Abb. 93, Inv. 247). Der
glimmerfreie Ton rosarot, keine Einsprengungen, Oberfläche ver-
wittert, Firnis stumpf dunkelbraun, fast schwarz. Die Ver-
zierung des Mündungsrandes und der Außenseite des Fragments
zeigt die Abbildung. Der horizontale Mündungsrand trägt die Strich
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