Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 42.1917

Seite: 177
DOI Artikel: DOI Seite: Zitierlink: 
https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/am1917/0195
Lizenz: Freier Zugang - alle Rechte vorbehalten Nutzung / Bestellung
0.5
1 cm
facsimile
Die Demen der rhodischen Städte

177

(!G XU 1, 839). Beide gehören aber in die rhodische Peraia^). Auf
andere Demen außerhalb der Insel, die wahrscheinlich Lindos zugeteilt
werden können, wie die karpathischen Städte, brauchen wir hier nicht
einzugehen.
II. Kami ros. Noch L. Roß kannte die wahre Lage der Stadt
nicht, die gefunden zu haben erst das Verdienst von Salzmann und
Biliotti ist. Der Verfasser der Inselreisen legte Kanriros noch viel zu weit
südwestlich, an den NW.-Abhang des Akramytis, und gab das engere
Stadtgebiet von Kamiros bereits an lalysos. Spätere begingen, wie wir
sehen werden, den umgekehrten Fehler, lalysos über Kamiros ganz zu
vergessen. Wir wären davon behütet worden, wenn wir uns klar gemacht
hätten, welche Demennamen für Kamiros in Wahrheit gesichert oder
auch nur wahrscheinlich sind. Das sind folgende:
1. TTpteA;. Weihung aus Kamiros IG XII 1, 703: [-%]doxpcN
T[gug]
2. oder ZZdko;. Priesterverzeichnis des Apollon Pythios und
Karneios und Mylantios IG X11 1,697. Daß dieser Demos in der rhodischen
Peraia in und um den Berg und Ort Phoinix lag, ist Hermes XXXVH
1902, 143 ff. gezeigt worden. Wie die Unterabteilungen der Demen, die
xTcwK* von Kamiros, teils auf der Insel teils auf dem Festlande lagen
(IG XII 1, 694), so gab es natürlich auch kamireische Demen auf dem
Festlande.
3. TVZ^Z in derselben Priesterliste kann TVa Ta/ allenfalls
auch - oder 77o:4 - gewesen sein. Mein zweifelnder Vorschlag
T7a/(o:M7To/77ro:g) hatte nur solange eine Berechtigung, als es aus anderen
Gründen wahrscheinlich war, daß dieser Name in das Gebiet von
Kamiros gehört. Davon wird unter lalysos die Rede sein.
4. Meine Erklärung der Weihung eines
ex aus Kamiros, Brit. Mus. H 353 (wir dürfen jetzt arabisch
zitieren!) = IG XU 1, 701 = SGD1 4123:-ox^dfe^g 77o(w<u-
peog) j (To)?) ist unmöglich; wie konnte der natür-
liche Vater ein anderes Demotikon haben als der Sohn ? Schumachers
Gedanke an Adoption war besser, nur ist kein Platz für den natürlichen
Vater, und das raubt diesem Versuche, — — oxpdzft^ 7Zo(w<D(UMg) ,

i) Für die Peraia sind besonders die Untersuchungen von Demosthenes
Chabiaras und seiner Söhne zu nennen (in der Dp/. 7*7 19H, 52 und früher).
loading ...