Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen [Editor]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 45.1920

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Eckhard Unger

ist die Höhe des Geländes weiterhin anf eine Steinschicht über den
liegenden Stämmen vermindert. Am linken Ende der Stämme treten
an ihre Stelle zwei weitere Steinschichten, so daß der ganze Boden
unter den drei nächsten Kriegerpaaren aus drei Steinschichten besteht.
Am linken Ende des Bruchstückes findet eine abermalige Senkung von
drei auf zwei Steinschichten statt.

Die weitere Fortsetzung nach links hin liefert das Bruchstück
Clercq 12 (Tafel 31), das sicher einem oberen Frjese angehört, weil es
oben ein Rosettenband mit Randstreifen trägt. Dargestellt ist der König,
beim Mahle sitzend, unter zwei laubenartig zusammengebogenen Bäumen,
die den angeführten gleichartig sind. Auf den König, der von seinem
Gefolge umgeben ist, kommt von rechts her die Spitze des Zuges baum-
tragender Krieger zu. Vier Stämme liegen schon auf dem felsigen Boden.
Dieser besteht am rechten Bruchrande wieder aus drei Steinschichten,
während wir links auf Clercq 13 deren zwei fanden. Schon das spricht
dafür, daß die Lücke zwischen diesem Bruchstück (Clercq 12) und Clercq 13
größer anzunehmen ist, als in der Publikation Tafel 31 geschehen ist.
Entscheidend aber ist, daß am rechten Bruchrande von Clercq 12 ein
Trägerpaar mit dem vorderen Ende eines Baumstammes erscheint, wozu
nach der durchweg befolgten Gruppenbildung ein zweites Paar mit dem
hinteren Ende des Stammes ergänzt werden muß. Denn Clercq 13 endigt
links mit der unteren Hälfte eines vorderen Paares. Vor dessen Füßen,
ganz unten am Bruchrande, erkennt man nur noch die Fersen des, wie
eben gezeigt, von der Lücke verschlnngenen Paares. Die Breite einer
solchen Trägergruppe beträgt auf Clercq 13 durchschnittlich 0.07; davon
haben sich in den angeführten Resten zu beiden Seiten der Lücke, an
der Bodenlinie gemessen, zusammen 0,02 erhalten. Die Lücke beträgt
also an dieser Stelle mindestens rund 0,05. Es ist aber auch möglich,
noch eine oder zwei weitere Gruppen von Trägern einzuschieben. Für
eine wäre das Ergänzungsstück um noch 0,07, auf rund 0,12 größer an-
zunehmen. So erhalten wir eine Aufreihung von gleichen Elementen
(9—10 Gruppen), deren Eintönigkeit aber durch den unregelmäßigen
Baumstand, sowie durch die wechselnde Höhe des Geländes etwas ge-
mildert wird. Eine Analogie bietet Platte F (H) 5—7 oben, wo acht
gleichförmige Gespanne auf einem etwa 0,80 latigen Streifen aufgereiht
sind. Demgegenüber ist der Trägerzug auf N doch nur 0,54 oder 0,61 lang.
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