Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen [Editor]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 49.1924

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AUS ALTEN PAPIEREN

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genannt, dagegen die Bezeichnung ihrer Mitglieder als agxovrsg
möglichst gemieden wird (S. 129), und so wird auch hier aQxct
ijil räv~\ zu ergänzen sein, wie 4159, 2, ebenfalls aus dem
Ptoion, wo die hier erst unter der Künstlerinschrift verewigte
ctQxa in die Weihinschrift selbst aufgenommen ist. Daß Z. 6ff.
eine Beitragsliste gewesen sei, ist durch die ixaroövdZ.3 aus-
geschlossen. s

Was für ein Werk hat Teisikrates geschaffen? Wegen des
jcajiQog stellte Bizard Meleager und Herakles zur Wahl und
entschied sich zwischen diesen beiden sicher] richtig für
Herakles; auch der Akkusativ 'HQaxlrjv (-slv) brauchte ihn in
Boeotien nicht zu bedrücken (Sadee 101; Bechtel, GD. I 272).
Konnte aber wirklich dem ptoischen Apollon mit einer solchen
Gruppe des Herakles mit dem erymanthischen Eber eine be-
sondere Freude gemacht werden? Bizard selbst merkte an,
freilich nur nach Plutarch, Pelop. 16, daß ein Eber auch in der
Kultsage des Ptoios eine Rolle gespielt habe. Vgl. Preller-
Robert I 236 A. 1; Wernicke, RE. II 22, 57; Gruppe 74 A. 15;
am ausführlichsten schol. Lykophr. 265 Sch.: nzcöog c Änollcov,
ixei/h) //vfhvovTCti. zfj Ätjzol ysvvcoör/ avzöv i^ajdvrjq cpavfjvai övv
fiiyav, zr/v öe iöovöav jtTor/öfjvai, xai avzrj juev nzma xal i
ÄJiöllcßv nzcöog ixlfjihj. Ist die Vermutung gewagt, daß die
Weihung an Apollon in einer Darstellung der Lato und des
Ebers bestanden habe? [Vgl. Springer-Wolters 12 1923, 367.]
Schwierigkeiten bereiten die Namenreste der Mitglieder der
ctQxd. Daß Z. 7 nTcouoxfjöTcx) tatsächlich unmöglich ist, bedarf
keiner Worte weiter; ob nTcouox(X)fjg (-xlelg) Zcoji? Nach Z. 8
-zag, Ja/ioxQLTog scheinen die Väter nicht genannt gewesen zu
sein; es müßte denn -zctg Schluß eines Ethnikons sein, das ich
nicht finde, da Aiyoöd-evi\Tctg zeitlich unmöglich ist (224—192).
So muß vorderhand auch die Frage offen bleiben, ob die Bolcotol
oder die ÄxQ/jcpieZeg oder wer sonst die Stifter gewesen sind.
Z. 2—4 schlage ich vor:

zctv Aazco\v xrj töv xdjiQov [Äjcc'22covl Htcollol dviÖLav
Öjto zäg ix\ azoözäg, ag xctzi[ßa2ov?ijil zav xazctöxevav
tcö dyd2[ici\Tog.

Zur exazoöTd vgl. OGI. 46, 12 und Add., aus Halikarnass,

(zovg jiÖQOvg) zovg vJioTeöivTag eig zdg eixöv ag, zf/v jzev trj -
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