Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen [Editor]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 49.1924

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ERICH PREUNER

Der berühmte Aulet Kodvcov Zcotl/ov hieß avbjzrjg xvxbog, weil
er in diesen seine Triumphe feierte, um nur dieses eine Beispiel
anzuführen, CIG. 3068 C (Michel 1016; vgl. zu IG. XI 4, 1061).
Es mußte an diese bekannten Dinge erinnert werden, damit
sich nicht etwa dieses neue Fest KvxXia einbiirgere. Beide
Monatsnamen werden aber in der Tat von chorischen Auf-
fiihrungen ihren Namen tragen; ob von einem eigenen Feste
Kvxha scheint aber mehr als zweifelhaft; der Ji&vgdfißiog von
Gonnos wird als analoger Monatsname gelten können (Bischoff,
RE. Kalender 1575, 50). Den Pythischen Apollon können wir
nur in Koresia bisher nicht nachweisen (Pridik 125. 133; v. Hiller,
IG. S. XXX 1484, Karthaia; 2. Iulis; 3. Poeassa, vgl. N. 1100);
diirfen wir den Kykleion auf sein Fest, die nvfria, beziehen
und ihn somit dem Metageitnion gleichsetzen?

Der Kalamaion findet sich außer in Milet mit Kyzikos und
Olbia (Bischoff, RE. Kalamaion) in Samos mit Perinth (Bilabel
161. 163); der Kyanopsion in dieser Form oder als Kyanepsion
wieder in Milet (s. Bilabel 70 A. 3) mit Kyzikos und Olbia
(Bilabel a. O.) und in Samos, wohl auch in Theben an der
Mykale (Bilabel 164). Trotz dieser Übereinstimmungen dürfte
es aber nicht geraten sein, die noch fehlenden Monate des
keischen Kalenders aus dem milesischen und samischen zu
ergänzen. Seien wir zufrieden, gerade aus Keos jetzt eine so
stattliche Monatsfolge zu besitzen, indem wir uns zum Schluß
jener jtaQoijiia °Ev Kko xig fjjieQa; ’ erinnern, die Krates in den
Edf/ioi anführte (Kock I 139, 29); nach alter Erklärung: sjti
twv dyvcoöTCov. Ovösig yccQ oldsv sv Ksco, vig fj fjfisQa, otl ovy
söTäöLV ai fjjisQai, dll' cog sxaöTOL d-slovöiv, äyovöiv. "Oifsv IsysvaL
‘ 'EavTco vovftrjviav z/jovöösLg’ (Paroemiogr. I 405, 61; Crusius,
Anal. crit. ad paroemiogr. Gr. 1883, 48).

27. Aus Syros nach Must. Fränkel 100 (IG. 701, in Aegina)
und IG. 653 (in Athen), Dagegen schreibt er Fr. 99 (690, Ath.),
102 ( x713 2, Ath.) Rheneia zu (s. o. S. 134) und damit doch auch
Fr. 101 ( x713\ Ath.), 103 ( x713 3, Aeg.).

28. Nicht aus Tenos, sondern auch nach Must. aus
Rheneia stammt das Grabmal der Nixrj Oaöia IG. S. XXXVb
(s. o. S. 134 zu Fr. 71; Wolters bei Lepsius o. S. 104, 85, 193).
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