Architektonische Rundschau: Skizzenblätter aus allen Gebieten der Baukunst — 11.1895

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Architektonifche Rundfchau
SKIZZENBLÄTTER

AUS ALLEN GEBIETEN DER BAUKUNST
HERAUSGEGEBEN
VON
Ludwig Eisenlohr und Carl Weigle
ARCHITEKTEN IN STUTTGART.

i 11. Jahrgang 1895. 4-»-
4. Heft.

Monatlich eine Lieferung zum Preise von Mark 1. 50.


IN HALT.

Tafel 25 und 26. Das Reichstagshaus; erbaut vom Ge-
heimen Baurat Professor Dr. Paul Wal lot. (Fortsetzung.)
2. Nordwestlicher Eckturm (während des Abrüstens).
3. Grosses Oberlicht mit Attika, von Westen gesehen
(breite Front).
4. Zwei Schlusssteine der grossen Turmarkaden: Weinbau
und Bergbau; Bildhauer Professor W. Widemann.
Tafel 27.
Hotel Kaiserhof in
Augsburg; erbaut
von den Archi¬
tekten ■{• J. Wahl
und M. Dülfer in
München. — 2. Mit¬
telbau. (Siehe auch
Tafel 24.)
Tafel 28.
Häusergruppe in
Chur; entworfen
von Chiodera &
Tschudy, Archi¬
tekten in Zürich;
Bauausführung von
G e b r. Näscher,
Baumeister da¬
selbst.
Tafel 2g.
Synagoge in der
Lindenstrasse in
Berlin; erbaut von
Cremer & Wolf¬
fenstein, Archi¬
tekten daselbst. —
2. Innenfassade.
(Siehe auch Ta¬
fel 18.)
Die Synagoge
enthält 1800 Sitz-
plätze, von denen je die Hälfte auf Männer und Frauen ent-
fallen. Der erste Entwurf entsprang einem Wettbewerb im
Architektenverein in Berlin.
Der Bauaufwand ohne Ausstattung betrug M. 18.60 pro
Kubikmeter.
Tafel 30. Wohn- und Geschäftshaus am Columbusplatz
in Wien; erbaut von Brüder Drexler, Architekten daselbst.

Die Rücksicht auf die Lage des im Jahre 1892 erbauten
Hauses hat eine freie, malerische Lösung seiner Fassade nahe-
gelegt. Das Erdgeschoss enthält Speisesäle und Klubzimmer,
welche zu einem schon bestehenden Restaurant gehören.
Das Erdgeschoss ist in Sandstein, alles übrige in Putzbau
durchgeführt. Alle plastischen Ornamente sind leicht poly-
chromiert, die Flächen des dritten Stockes in Freskomalerei auf
Goldgrund herge-
stellt. Baukosten
32 000 fl. ö. W.
Tafel 31.
Villa für Herrn Pro-
fessor Dr. Hirsch-
wald im Grüne-
wald bei Berlin; er-
baut von Regie-
rungsbaumeister
Hermann Mala-
cho wski in Berlin.
Die für den
Professor an der
T echnischen Hoch-
schule Dr. Hirsch-
wald erbaute Villa
liegt an einer be-
vorzugten Stelle
der Herthastrasse.
Der tiefe Bauplatz
zieht sich bis an den
Hubertussee heran,
an dessen gegen-
überliegendem
Ufer sich ein grosses
Restaurations-
Etablissement mit
nach dem See ab-
fallenden Terrassen
befindet. Die Villa
selbst steht in nur geringer Entfernung von der Strasse; doch
ist durch entsprechende Anordnung der Fenster auf Ausblicke
nach dem See Rücksicht genommen. Die Anordnung der
Hauptwohnräume ist aus dem beigegebenen Grundriss des
Erdgeschosses zu ersehen. Im ersten Stockwerk befinden sich
die Schlafzimmer der Familie, im Dachgeschoss Fremden- und
Mädchenzimmer. Für den Portier ist eine kleine Wohnung im


Präfektur, jetzt Statthalterpalais in Strassburg. Einfahrtsthor.
Aus dem Werke: Strassburg und seine Bauten. (S. Litteratur.)
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