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K. Fr. Hormuth

Fingerstrich überzogen (Abb. 3, 7. 8). Im Gesamteindruck überwiegen die Farben von rotbraun
über gelbbraun bis graubraun. Der Ton ist meist mit Quarz- und Schwerspatstückchen gemagert.
Auf 1 qm Grabungsfläche kommen etwa 700 bis 1700 gr solcher unverzierter Wandstücke.
Randstücke wurden in der Berichtzeit 298 gesammelt. Taf. 6 zeigt eine Auswahl der wich-
tigsten Formen. Ränder großer Vorratsgefäße Taf. 6, 1-4 sind kolbenartig verdickt und meist
flach abgestrichen. Die Oberfläche hat eine poröse Struktur, so, als ob nachträglich eine vergäng-
liche Substanz im Boden ausgewittert sei. Der Form der Hohlräume nach kann es sich nur um


Abb. 2. St. Ilgen, verzierte Scherben. M 1 : 2.

eine mineralische gehandelt haben. Von Trichtergefäßen stammen die Scherben Taf. 6, 8.9. Ober-
flächen gut geglättet. Die Oberflächen von Taf. 6, 10 und 11 rot- und gelbbraun gefleckt, Rand
abgerundet. Von Taf. 6, 12 ist die Oberfläche rauh, Rand horizontal ungleich geglättet. Die
Randstücke der dritten Reihe Taf. 6, 13-15. 19. 20. 21. 23 und 28 gehören einer Keramik an,
bei der ein Streifen unterhalb des Randes besonders hervorgehoben und abgesetzt ist. Die Rand-
zone des Scherbens Taf. 6, 21 ist durch zwei horizontale Fingerstriche schwach betont. Von einer
kugeligen, dickwandigen Schale stammt Taf. 6, 33; Dicke am Rand 12 mm. Die rotbraune Ober-
fläche dieses Gefäßes ist mit einem Modellierholz metallisch scharf geglättet. Die Wandung der
Schalenstücke Taf. 6, 34. 35 ist vertikal schwach gewellt. Zu kleinen, dünnwandigen Gefäßen
unbestimmter Form gehören Taf. 6, 40-52.
 
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