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A. Dauber

Die Funde
1. Holzfigur einer stehenden weiblichen Gottheit aus Rotbuchenholz, H. 34,5 cm.
Nach den Untersuchungen von E. Krüger darf die Deutung als Darstellung der
Quellgöttin Sirona als sicher gelten1). Abb. 7.
2. Joch aus Apfelbaumholz. L. 64,6 cm. Das Joch darf als das besterhaltene früh-
geschichtliche Joch gelten und stellt einen bisher noch unbekannten, wenn auch
sicher in römischer Zeit geläufigen Jochtyp dar1). Abb. 8.
3. Unterteil einer gedrechselten Schale aus Apfelbaumholz mit abgesetztem Fuß von
6,5 cm Dm. Taf. 7, B 5. 6.
4. Brunneneimer aus Eichenholz. H. 37 cm; Dm. oben 35 cm; Standfläche 24 cm.
Erhalten waren zwei ganze und Teile von vier Dauben, Teile des Bodens und fast das
ganze Beschlag mit Tragbügel2). Taf. 7, A 8.
5. Angebrannter Holzbalken (Nadelholz) von 1,51 m Länge; Querschnitt 14X18 cm
mit je einem Zapfen an den Enden und je einer 2 cm breiten Nut auf zwei Längs-
seiten.
6. Brett aus Nadelholz, L. 1,65 m, Br. 28 cm.
7. Bauchiger Topf von ziegelroter Farbe mit umgelegtem Rand, H. 19,4 cm. Taf. 7, B /•
8. Unterteil eines Faltenbechers mit fünf runden, durch senkrechte Eindrücke getrenn-
ten Dellen auf dem durch Kerbband oben und unten begrenzten Bauch. Matter
Firnis von wechselnder Farbe. H. noch 16,2 cm. Taf. 7, B 4.
9. Dreieckiger Lederrest unbekannter Verwendung mit Nahtlöchern entlang des Ran-
des. Taf. 7, B 3.
10. Bronzegriffel, L. 14,2 cm. Taf. 7, B 1.
11. Bronzenadel mit Kugelkopf, L. 11,3 cm. Taf. 7, B 2.
12. Eisenkette mit zwölf ovalen Gliedern von durchschnittlich 12 cm Länge bei 1,5 cm
Eisenstärke. Taf. 7, A 2.
13. Eisernes Kettenstück mit vier ovalen Gliedern von durchschnittlich 12 cm Länge
bei 1,3 cm Eisenstärke. Taf. 7, A 10.
14. Eisernes Kettenstück mit zwei ovalen Gliedern und Haken. Taf. 7, A 7.
15. Eiserner S-Haken mit vierkantigem, tordierten Mittelstück und rund ausgeschmie-
deten Enden, L. 22 cm. Taf. 7, A 9.

’) Vgl. die ausführliche Behandlung in Germania 28, 1944—1950, 235 ff., A. Dauber, Römische
Holzfunde aus Pforzheim und E. Krüger, Die Deutung der Pforzheimer Statuette als Göttin
Sirona.
Die Holzfunde wurden in den Werkstätten des Württ. Landesmuseums Stuttgart durch Kon-
servator A. Peter vorzüglich konserviert und bilden die Glanzstücke des neu aufgestellten
Keuch linmuseums in Pforzheim.
Die Bestimmung der Holzarten wird Herrn Prof. Dr. A. FietZ, Ispringen, verdankt.
2) Der Eimer wurde nach Konservierung der Holzteiie im Württ. Landesmuseum Stuttgart (Kon-
servator A. Peter) in der Werkstatt des Landesdenkmalamtes Karlsruhe durch W. Klein
wiederhergestellt.
 
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