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Ein römischer Brunnen von Pforzheim

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16. Eisenring von 5,8 cm Dm. mit Krampen. Taf. 7, A 1.
17. Hufeisenförmiges Eisenstück, vierkantig, an einem Ende rund ausgeschmiedet. Ver-
wendung unbekannt. Taf. 7, A 3.
18. Eiserner Pickel mit leicht ovalem, zylindrischen Stielloch und zwei fast gleichlangen
Enden, von denen das eine in einer Spitze, das andere in leicht gerundeter Schneide
endigt, L. 36,5 cm. Taf. 7, A 6.
19. Eiserner Pickel mit leicht ovalem, zylindrischen Stielloch und zwei ungleich langen
Enden. Das kürzere Ende hat eine verklopfte Hammerfläche, das längere zeigt leicht
gerundete Schneide, L. 29 cm. Taf. 7, A 5.
20. Fünf Eisenkloben von 17 bis 18,5 cm Länge mit teils rechtwinklig, teils rund aus-
laufenden Enden. Taf. 7, A 4.
Der offene Schachtbrunnen ist neben der Quelle fast die einzige Form der Wasser-
versorgung in ur- und frühgeschichtlicher Zeit. Nur in römischen Städten ist man auch
bei uns da und dort zur zentralen Wasserversorgung geschritten. Schachtbrunnen
begegnen daher fast regelmäßig in allen ur- und frühgeschichtlichen Siedlungen. Ihre
meist nicht einfache Untersuchung ist in irgendeiner Form immer lohnend. Brunnen
aber, die wie der römische Brunnen von Pforzheim, die Voraussetzungen für die
Erhaltung von Holz in so idealer Form vereinigen und dann tatsächlich auch außer-
gewöhnliche Funde einschließen, werden immer zu den ganz großen Seltenheiten
gehören.
Karlsruhe Albrecht Dauber
 
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