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Fundschau 1949—1951: Urnenfelderzeit

Funde: 1. Dünnwandige, halbkugelige Schale mit Omphalosboden, dunkelbrauner,
eingeschlämmter Ton, Reste von Oberflächengraphitierung H. 10,4 cm. Dm. 24 cm
(Taf. 19, El). — 2. .Kleine halbkugelige Schale mit Omphalosboden, dunkelbrauner
feiner Ton. H. 5,3 cm, Dm. 10,5 cm (Taf. 19, E 2).
Es handelt sich wohl um ein Brandgrab der Stufe Hallstatt C. Die Lage der Fundstelle
auf der Talterrasse ist bezeichnend für das Taubertal oberhalb seines Eintritts in den
Buntsandstein. Die Bevorzugung dieser Talterrasse als Siedlungsboden seit der Jung-
steinzeit tritt im Fundbild immer deutlicher hervor (5107).
Mtbl. 9/6323 Tauberbischofsheim. — Verbleib: Heimatmuseum Tauberbischofsheim.
(Stang, Dauber)
Karlsruhe, Stadtteil Rintheim, Straße „Im Krautgarten“.
Bei Kanalisationsarbeiten fand ein Arbeiter des städt. Tiefbauamts in 3,5 m Tiefe in
einem nicht mehr aufklärbaren Zusammenhang mit einer Packung von Baumstämmen
eine Bronzenadel der Urnenfelderzeit von 17 cm Länge (Taf. 19, C).
Da der Fund erst nach 5 Monaten zur Kenntnis des Landesdenkmalamts gelangte, war
eine Aufklärung der Fundumstände nicht mehr möglich (5050).
Mtbl. 51/6916 Karlsruhe. •—■ Verbleib: Städt. Archiv Karlsruhe. (Dauber)
Külsheim (Tauberbischofsheim) „Königsgrund“.
Beim Ausheben von Baumgruben auf dem Grundstück Lgb. Nr. 3641, 1,2 km östlich
fand der Landwirt J. A. Höfler eine Steinsetzung, die Scherben, Leichenbrand und
einige Bronzestücke umschloß. Es handelt sich um ein Grab der älteren Urnenfelder-
kultur (Hallstatt A).
Funde: 1. Fußschale aus graubraunem, fleckigem Ton, schlecht gebrannt. H. 12 cm,
Dm. (Rand) 25 cm, Dm. (Fuß) 9,4 cm (Taf. 19, F7 u. Abb. 14). — 2. Scherben von
Rand und Hals eines größeren Gefäßes mit konischem, durch flache Riefen gegliederten
Schulterteil. Dm. (Rand) 9 cm (Taf. 19, F 6). — 3. Drei Bronzeringe von 1,4; 1,5 und
1,6 cm lichter Weite (Taf. 19, F 1—3), ein Bronzeknopf mit flacher Kopfplatte und
schwerer Öse (Taf. 19, F 4), zwei Bronzeblechstückchen (Taf. 19, F 5) (4937).
Mtbl. 9/6323 Tauberbischofsheim. — Verbleib: Heimatmuseum Tauberbischofsheim.
(Dauber)
Mannheim.
1. Stadtteil Käfertal „Altdörre“.
1949 wurde das nördlich und nordwestlich der Feudenheimer Kaserne gelegene Gelände
auf einem Raum von etwa 1,5 km im Quadrat mit über 8 km Kanalisationsgräben
durchzogen. Kleinere Dünen wurden dabei eingeebnet. Dank amerikanischem Ent-
gegenkommen konnte das gesperrte Gelände systematisch abgegangen werden. Funde
traten jedoch nur am Ostrand des auf Käfertaler Gemarkung gelegenen Gewannes
„Altdörre“ zutage, wo hart an der nördlichen Lagerstraße drei Gruben der frühen
Urnenfelderzeit beobachtet werden konnten.
 
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