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Fundschau 1949—1951: Alamannisch-fränkische Zeit

als F. Garscha in Bad. Fundber. 17, 1941—1943, 342 ff. (vgl.Bad.Fundber.il, 1929—
1932, 392; III, 1933—1936, 61; 18, 1944—1948) (Mü 51/14).
Mtbl. 127/8111 Müllheim. — Verbleib: MfU. Freiburg. (R. Maier, Kimmig)
Grötzingen (Karlsruhe).
Langjährige Beobachtungen und Sammlung von Nachrichten durch Hauptl. Mössinger-
Grötzingen lassen, zusammengefaßt mit Fundnachrichten in den Ortsakten des Landes-
denkmalamts, auf der Gemarkung Grötzingen zwei Reihengräberfriedhöfe erschließen.
1. Ortsetter.
Nördlich der Pfinz, Gegend des Kelternplatzes, östlich bis Gasthaus „Zum Adler“
reichend. —
a) etwa 1800 beim Hausbau Ecke Reuthohl- und Friedrichstr. mehrere Gräber; Besich-
tigung durch Großherzog Carl. •—
b) etwa 1815 Nähe Gasthaus Adler von Ölschläger Friedrich Kumm ein Grab auf-
gefunden. —
c) 15. März 1817 in Steinbruch oberhalb Gasthaus Adler von Arbeitern gefunden ein
„Steinerner Sarg“ aus rotem Sandstein, darin ein Skelett und Teile eines zweiten, sowie
ein Topf. —
d) 1897 beim Neubau von Adlerwirt Kurzmann im „Mittelviertel“ (Wohnhaus
Nr. 209) vier Skelette mit Waffen. —
e) 1910 bei Grabarbeiten für die Wasserleitung zwischen Gasthaus „Zum Laub“ und
Kelter menschliche Knochen. —
f) etwa 1920—1925 bei Hausbau Hindenburgstr. 6 ein gemauertes Grab mit Stein-
platten abgedeckt. Beigaben ein dolchartiges Messer. —
g) 1925 beim Umbau des Hauses Kelterstr. 6 menschliche Knochen. —
h) beim Verlegen einer Treppe am Gasthaus „Zum Laub“ auf der Südseite des Hauses
ein Skelett. —
i) 1935 beim Abheben der Steigung der Bismarckstr. beim Gasthaus „Zum Laub“, nahe
dem Aufgang zum „Kummstäffele“ ein Sax gefunden, den Hauptl. Mössinger vorlegte.
L. 49,5 cm, davon Griff 17,5 cm, Br. 5 cm. —
k) 1949 beim Wiederaufbau des zerstörten Kelterngebäudes (heute Feuerwehrhaus)
Knochen. Gräber konnten in dem offenkundig schon mehrfach bewegten Grund der
Ausschachtung nicht mehr beobachtet werden.
2. Südlich der Pfinz.
In der Umgebung der Kirche wurde 1926 bei Kanalisation der Kirchstraße westlich der
Kirche ein Sax gefunden, der bis Kriegsende in der Schule aufbewahrt wurde, jetzt
verschollen. Nachweise: 1 a—c) Generallandesarchiv, Akten Grötzingen, Konv. I (Mit-
teilung Hauptl. Mössinger) — Akten Landesamt Fragebogen 1853, zusammenfassende
Erwähnung. — 1 d) Akten Landesamt Brief von Oberamtmann Jägerschmidt an
Wagner von 12.4.1897. — le—i) Beobachtet und gesammelt von Hauptl. Mös-
singer. — 1 k) Beobachtungs Landesdenkmalamt. — 2. Mitteilung Hauptl. Mössinger. —
Mtbl. 52/6917 Weingarten. — Verbleib: Archiv Landesdenkmalamt Karlsruhe (1 i).
(Dauber)
 
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