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Fundschau 1949—1951: Mittelalter

0,84 m und einer Tiefe von 0,9 m geschnitten. Die grob zubehauenen Bruchsteine
waren mit einem auffallend harten Mörtel verbunden. Zwischen den beiden östlichen
Mauerzügen befand sich ein quadratischer Schacht, der auf der Sohle mit locker liegen-
den Bruchsteinplatten abgedeckt war (Zisterne?). Ob es sich bei den Mauerzügen um
die Reste des 1379 von den Freiburgern zerstörten Sitzes der Snewlin handelt, ließ sich
noch nicht klären (vgl. W. Jensen, Durch den Schwarzwald, Leipzig 1903). Die gefun-
denen Kacheln gehören in das 17./18. Jhdt.
Mtbl. 116/8012 Ehrenstetten. — Verbleib: Landesamt für Denkmalpflege Freiburg.
(A. Eckerle)
Burgweiler (Überlingen), Friedhof.
1949 wurde die südliche Friedhofmauer wegen einer Wegverbreiterung zurückgenom-
men. Unmittelbar an der Mauer stießen Arbeiter auf sechs rote und graue Gefäße, von
denen ein rotes, doppelhenkeliges, amphorenartiges geborgen werden konnte. H. 30 cm.
Bodendm. 13 cm, in Höhe des unteren Henkelansatzes zwei umlaufende Kerblinien.
In dem Gefäß befanden sich die Knochen eines Neugeborenen. Der Schädel war oben.
Es liegt die Vermutung nahe, daß es sich um die Bestattung eines Totgeborenen oder
wohl noch nicht Getauften handelt. Dafür spricht vor allem die Beisetzung an der
Friedhofmauer (Üb 50/1).
Mtbl. 126/8022 Ostrach. — Verbleib: Heimatmuseum Überlingen. (Werth)
Döttingen (Müllheim) „Trottmatten“.
In 1,2 m Tiefe kam 1950 ein Gestück aus faust- bis kopfgroßen Gerollen (vom Sulz-
bach) zum Vorschein. Zwischen den Gerollen lagen Tierknochen und meist wohl
romanische Scherben. Eine einwandfreie Erklärung für diese Anlage ließ sich nicht
finden.
Mtbl. 128/8112 Staufen. — Verbleib: Mfü. Freiburg. (Unser)

Eggenstein (Karlsruhe) „Großau“.
2 km westlich in der Rheinniederung förderte der Schleppbagger der Firma Fuchs-
Seufert 1951 aus großer Tiefe neben zugespitzten Eichenpfählen den Unterteil eines
Kugeltopfes aus gelblich-weißem scharf gebrannten Ton. Zeitstellung: wohl karo-
lingisch. Vorgelegt von Prof. Dr. Fietz-Ispringen (5139).
Mtbl. 51/6916 Karlsruhe. — Verbleib: Landesdenkmalamt Karlsruhe. (Dauber)
Endingen (Emmendingen).
1. „Burg“.
Bei einer Geländebegehung auf dem nach Südwesten durch einen etwa 15 m tiefen
Graben unterbrochenen Plateau wurden 1951 mittelalterliche bis frühneuzeitliche
Scherben aufgelesen.
 
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