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Fundschau 1949—1951: Befestigungsanlagen

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Seiten des Höhenzuges, aber tiefer, befinden sich fünf randwallähnliche Gebilde, die
keine Verbindung miteinander haben. Am Nordostfuß des Höhenrückens liegt die
St. Antoniuskapelle, unterhalb derer ein alamannischer Friedhof bekannt ist (vgl. E.
Wagner, Fundstätten und Funde 1 (1908) 8; Bad. Fundber. II, 1929—1932, 169 und
unter „Alamannische Zeit“).
Mtbl. 121/8017 Geisingen und 122/8018 Tuttlingen. (F. Maier, Frey)
Kirchhofen (Freiburg) „Feimlisburg“.
Bei einer Geländebegehung konnten 1951 im wesentlichen die Angaben von H. Stoll
(Bad. Fundber. 17, 1941—1947, 359) bestätigt werden. Neu ist die Feststellung einer
unteren Terrasse, die auf der Westseite an zwei Stellen erkannt wurde. Anzeichen dafür,
daß sie ringsum lief, waren nicht vorhanden. Von den von Stoll erwähnten Halsgräben
auf dem Grat zum Streitbannerkopf weist der äußere eine Breite von 5,6 m, eine Länge
von 21 m und eine Tiefe von 1 m auf, der innere ist 4 m breit und 30 m lang. Zu
berichtigen ist die Schreibweise. Bei E. Wagner, Fundstätten und Funde 1 (1908) 227
und Bad. Fundber. I, 1925—1928, 323 wird Feinlisburg geschrieben; in Bad. Fundber. I,
1925—1928, 361 und 17, 1941—1947, 359 Feimlisburg. Letztere Schreibart entspricht
der Angabe auf dem Mtbl. (s. unter „Alamannische Zeit“).

(F. Maier, Frey)

Mtbl. 128/8112 Staufen. —

Villingen „Auf dem Kapf“.
Die Höhe des Kapfs, eine Bergnase, ist etwa 100 m westwärts des Steilabfalls über dem
Zusammenfluß von Kirnach und Brigach durch einen 8 m breiten Graben und eine
dahinter auf geführte Wallmauer von dem rückwärtigen Gelände abgetrennt. Die Wall-
mauer besteht aus Trockenmauerwerk und hat eine Stärke von etwa 1 m und eine
Höhe von 1,5 m. Eine 4 m breite Berme trennt sie von dem vorliegenden Graben.
Diese Fläche umschließt ein Dreieck von rund 100 m Seitenlänge; 100 m weiter west-
wärts befindet sich ein weiterer Wall mit Graben, der den Höhenrücken nur zur Hälfte
überzieht. Diese Anlage dürfte mittelalterlich sein, weil durch sie ältere Aufstiege abge-
schnitten wurden (s. unter „Alte Straßen und Wege“).

(Revellio)

Mtbl. 110/7916 Villingen.

Vöhrenbach (Donaueschingen) „Auf der Burg“.
Auf der Burg sollen nach einem Brief an H. Schreiber von 1840 ein Ringgraben und
eine Einfahrtsstraße erkennbar gewesen sein. Graben und Wall sind heute stark ver-
schleift, auf der Ostseite noch als Abschnittswall erkennbar. Die Anlage ist wohl als
vorübergehend benutzte zufluchtartige Ansiedlung von Vöhrenbach zu erklären und
wohl als mittelalterlich anzusprechen.
Mtbl. 109/7915 Furtwangen. —

(Revellio)
 
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