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Badische Fundberichte: amtl. Nachrichtenbl. für die ur- u. frühgeschichtl. Forschung Badens — 21.1958

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https://doi.org/10.11588/diglit.43788#0254
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Fundschau 1954—1956: Urnenfelderzeit

steigender Wand von graubrauner Farbe, innen geglättet, außen gerauht (Taf. 73, 9). —
9. Randscherben von verschiedenen dünnwandigen Kalottenschalen (Taf. 73, 4. 5. 7)
(5513).
Mtbl. 10/6324 Grünsfeld. — Verbleib: Heimatmuseum Tauberbischofsheim.
(Stang - Dauber)
Weiher (Bruchsal) „öläcker“, 0,4 km O. — Grabfund.
1956: Das Gewann öläcker, eine flache Sandschwelle am Westrand der Kinzig-Murg-
Rinne, hat schon mehrfach ur- und frühgeschichtliche Funde geliefert (vgl.Bad.Fundber.
II, 1929—1932, 236 u. III, 1933—1936, 42). Die Mehrzahl der Funde stammt von einem
Gräberfeld der älteren Stufe der Urnenfelderkultur (Hallstatt A) (vgl. dazu W. Kimmig,
Die Urnenfelderkultur in Baden [1940] 154 f. Gräber 1—5). Auf Grundstück Lgb. Nr.
3292 in der Sandgrube Franz Holzer wurde ein Urnengrab gefunden, das K. F. Hor-
muth untersuchen konnte.
Grab 6 : Urnengrab der Stufe Hallstatt A, Tiefe 0,9 m, Beigefäße und Leichenbrand
in der Urne.
Funde: 1. Zylinderhalsurne aus graubraunem Ton mit helleren Brandflecken, Rand
abgekantet, Schulter mit waagrechter Riefe von 1,5 cm Br., H. 32 cm, Randdm. 24 cm,
Bodendm. 12,6 cm (Taf. 63, 9). — 2. Kleines Zylinderhalsgefäß aus graubraunem Ton,
Rand abgekantet, Schulter mit drei waagrechten Riefen; H. 8,3 cm, Randdm. 7 cm,
Bodendm. 3,3 cm (Taf. 63, 7). — 3. Kleines Zylinderhalsgefäß aus schwarzbraunem Ton
mit abgekantetem Rand und zwei Riefen auf der Schulter; H. 7,4 cm, Randdm. 6,2 cm,
Bodendm. 2 cm (Taf. 63, 8). — 4. Konischer Becher aus schwach gebranntem, grau-
braunem Ton mit dunkleren Flecken; H. 5,7 cm, Randdm. 13,8 cm, Bodendm. 4,7 cm
(Taf. 63, 13). — 5. Konischer, graubrauner Becher, schwach gebrannt; H. 5,5 cm, Rand-
dm. 11,8 cm, Bodendm. 5,4 cm (Taf. 63, 10). — 6. Konischer, schwarzbrauner Becher;
H. 5,5 cm, Randdm. 12,2 cm, Bodendm. 5 cm (Taf. 63, 11). — 7. Spielzeuggefäßchen in
Form eines konischen Bechers (lag bei Auffindung in Nr. 4), Rand abgekantet; H. 2,2 cm,
Randdm. 5,3 cm, Bodendm. 1,5 cm (Taf. 63, 12). — 8. Randscherben von zwei weiteren
konischen Bechern. — 9. Randscherben eines weiteren Zylinderhalsgefäßes (Taf. 63,
16. 17). — 10. Zwei Randstücke sowie weitere Scherben eines dickwandigen Topfes mit
waagrecht umgelegtem Rand mit gekerbter Kante. Das Stück wird als Scherben zum
Abdecken der Urne gedient haben (Taf. 63, 14. 15).
Die neue Fundstelle, die nördlich derjenigen aus den 1930er Jahren liegt, zeigt, daß das
Urnenfeld in nord-südl. Richtung eine Mindestausdehnung von 30 m gehabt haben muß.
Mtbl. 46/6817 Bruchsal. — Verbleib: Kraichgaumuseum Bruchsal. (Hormuth)
Zimmern (Donaueschingen) „Geisinger Halde“, 2,75 km WNW. — Einzelfund.
1956: An der steilen Westhalde des Geisinger Tales wurde dicht unter der Bodenober-
fläche ein Lappenbeil aus Bronze aufgelesen.
Fund : Oberständiges Lappenbeil mit Öse (sog. Pfahlbaubeil); L. 16,8 cm (Do 56/1)
(Taf. 66, 1). Jüngere Urnenfelderzeit (Hallstatt B).
Mtbl. 122/8018 Tuttlingen/Möhringen. — Verbleib: F. F. Slg. Donaueschingen.
(Salm, Seewald)
 
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