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Badische Fundberichte: amtl. Nachrichtenbl. für die ur- u. frühgeschichtl. Forschung Badens — 21.1958

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https://doi.org/10.11588/diglit.43788#0300
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Fundschau 1954—1956: Alte Wege

Sasbach (Emmendingen), Ortsetter. — Gräber.
1954: 0,70 m unter dem heutigen Niveau des Schloßgäßle wurden bei Entwässerungs-
arbeiten Teile von mindestens zwei Skeletten angeschnitten und herausgenommen.
Nach Angabe der Arbeiter sollen die Skelette geostet gewesen sein.
Mtbl. 96/7811 Sasbach.— (Gerbig)
Singen (Konstanz), Ortsetter. — Grab.
1956: In der Nähe des in Bad. Fundber. 16, 1940, 39 erwähnten Grabes wurden bei der
Worblingerstraße stark mit Kies verbackene Skeletteile in 1,80 m Tiefe angetroffen und
z. T. herausgerissen. Der Schädel lag wie beim oben erwähnten Grab im Osten.
Mtbl. 147/8219 Radolfzell. (Manhardt, Funk)
Singen (Pforzheim), Ortsetter. — Grab.
1956: Bei Kanalisation der Kämpfeibachstraße am südl. Ortsrand wurde in 1,05 m Tiefe
ein Schädel gefunden. Die Nachuntersuchung der Stelle ergab ein von Süd nach Nord
liegendes Skelett, von dem wenigstens der Oberkörper freigelegt werden konnte. Über
dem Skelett in dem Auelehm der Kämpfeibachniederung eingetiefte, mit jungem Brand-
schutt gefüllte Gräben enthielten keine datierbaren Reste. Ein Zusammenhang zwischen
diesen Gruben und dem Skelett besteht nicht. Eine reguläre Bestattung scheint nicht
vorzuliegen. Einzelheiten der Lage, z. B. die Einregelung der Arme in die Fließrichtung
des Wassers, lassen an eine bei Hochwasser angeschwemmte Leiche denken, die vor ihrer
Auffindung in den mitgeführten Lehmmassen eingebettet wurde (5638).
Mtbl. 58/7017 Königsbach. — (Dauber)
Stein a. K. (Mosbach), Ortsetter (Helleberg). — Gräber.
1953: Bei der Baugrundausschachtung für das Haus Hch. Wirth (Lgb. Nr. 117) wurde
im März und im Dezember je ein beigabenloses Skelett in W-O-Richtung angetroffen
und zerstört. Genauere Beobachtungen waren in beiden Fällen wegen verspäteter Mel-
dung unmöglich.
Mtbl. 44/6721 Neudenau. — (Palm)
Alte Wege
Sandweier (Rastatt) „Oberwald“, 1,8 km SW.
1955: Herrn Baurat Lehmann vom Neubauamt Rastatt des Autobahnbaus fiel auf, daß
die Trasse einen alten Weg schnitt, der in den Plänen als „Römerweg“ bezeichnet ist. Im
Schnitt ergab sich eine etwa 3 m breiteWegfüllmasse. Unter einer neuzeitlichen Schotter-
decke aus Porphyr befand sich eine lehmige Kiesunterlage, darunter fetter, brauner,
leicht kiesiger Sand. In dieser Schicht waren drei festgefahrene, grau-braun verlehmte
Radspuren zu erkennen. Die dritte Spur und eine ihr entsprechende, aber nicht sehr
deutlich erkennbare vierte Spur legen die Vermutung einer Ausweichstelle nahe. Spur-
breite 0,90 m, größte Tiefe der Wegfüllung 0,45 m. Datierende Funde fehlen, daher
muß die Annahme eines Weges aus römischer Zeit offen bleiben.
Mtbl. 67/7215 Baden-Baden. (Unser)
 
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