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Aufdermauer, Jörg; Baden-Württemberg / Amt für Ur- und Frühgeschichte [Editor]
Badische Fundberichte / Sonderheft: amtl. Nachrichtenbl. für die ur- u. frühgeschichtl. Forschung Badens: Ein Grabhügelfeld der Hallstattzeit bei Mauenheim: Ldkrs. Donaueschingen — Freiburg i. Br., 3.1963

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https://doi.org/10.11588/diglit.29615#0018
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Do 58/65: 4
(Taf. 3,7)

Do 58/66: 4
(Taf. 3, 5)

Do 58/67: 4
(Taf. 3,4)

Do 58/68: 4
(Taf. 3,1)
Do 58/69: 4
(Taf. 3, 6)

Do 58/70:4

In Scherben vollständig geborgenes, bauchig bimförmiges Kegelhalsgefäß (Gef. 2) aus
dunkelbraunem Ton, mit kurzem Trichterrand, niedrigem, geradem Hals, der scharf von Rand
und Schulter abgesetzt ist und in leichtem Bogen einziehendem, gedrungenem Fuß mit schwach
gewölbtem Boden. Der Rand ist innen und außen, der Hals außen graphitiert. Vom Hals-
ansatz hängen in größeren Abständen schmale Bänder aus je drei Graphitstreifen bzw. dünnen
Ritzlinien auf die Schulter herab; H. 26,3 cm, Randdm. 20,2 cm, Bodendm. 10,6 cm.

Sehr brüchiges, angewittertes, kaum ergänztes Kegelhalsgefäß (Gef. 3) mit weichem
Übergang vom kurzen Hals zum steilen, knappen Kragenrand, fast konisch gerade einziehen-
dem Gefäßunterteil und schwach gewölbtem Boden; auf dem Hals und auf beiden Randseiten
Spuren von Graphit; H. 22,4 cm, Randdm. 17,0 cm, Bodendm. 10,2 cm.

In Scherben fast ganz erhaltenes, gedrungen bauchiges Kegelhalsgefäß (Gef. 4) mit kur-
zem, leicht gewölbtem Hals, der vom knappen Kragenrand scharf, von der Schulter durch eine
enge Rinne abgesetzt ist, und sehr kurzem, stark eingezogenem Fuß und leicht gewölbtem Bo-
den. Der Rand ist beidseitig, der Hals im unteren Drittel graphitiert, in den oberen zwei Drit-
teln rot grundiert. Um die Schulter läuft ein weites Winkelband aus paarigen, schmalen Gra-
phitriefen, in dessen Zwickel große, ähnliche Winkel eingesetzt sind. Die freibleibende übrige
Schulteroberfläche ist rot grundiert, der tongrundige Gefäßunterteil durch ein horizontales
Graphitband von der verzierten Schulter getrennt; H. 17,5 cm, Randdm. 12,8 cm, Bodendm.
7,8 cm.

Kleines, beidseitig graphitiertes, abgeriebenes Omphalosschälchen mit hoher, leicht
nach außen stehender Wand und schwach ausbiegender Mündung; H. 4,7 cm, Randdm. 9,2 cm.
Reste eines kleinen Eisenbestecks : ein kleines Löffelchen, dessen teilweise tordierter
Stiel mehrmals gebrochen ist, im Querschnitt rechteckige oder runde Eisenstäbchen (Fragmente
anderer Geräte), darunter ein Stäbchen mit zerbrochener Öse, in der ein Ringchen festgerostet
hing, außerdem Stücke von zwei bis drei dazugehörigen Eisenringchen.

Einige wohl hallstattzeitliche, ausgelaugte Scherben mit rotem Überzug.

Streuscherben aus der Grabgrube:

Do 58/71: 4 Ein Randstück eines hochwandigen Bechers mit flau abgesetzter, senkrechter Mündung; auf der Außen-

(Taf. 3, 8) Seite Reste von Rotüberfang, 2 cm unter der Mündung eine Reihe flüchtiger Fingertupfen.

Do 58/72: 4 Zwei kleine, schmale Röhrenknöchelchen aus Gefäß 2.

Aus der Nähe von Grab 4:

Do 58/73
Do 58/74
(Taf. 3,2)

Wenige Streuscherben und Tierknochen.

Ein stark glimmerhaltiges Randstück mit nach außen flach abgestrichener Mündung; wahrscheinlich von
einem becherartigen Gefäß.

Grab 5:

Bei einer Schnitterweiterung nach Osten wurde ein Skelettgrab aufgedeckt. Das etwa Nord-Süd orientierte Ske-
lett lag 1,10 m tief, Kopf im Süden und war schlecht erhalten. Die Unterschenkel waren leicht angewinkelt, ähn-
lich wie bei dem beigabenlosen Hocker in Hügel J, Grab 2. Die beiden Fußknöchel umschloß je ein stark zerdrück-
ter und nur in kleinen Fragmenten zu bergender Bronzehohlring (Taf. 4,1.3). Der rechte Unterarm steckte in
einem zerbrochenen, massiven Ring (Taf. 4, 2). Alle drei Ringe waren in eine schwarzfaserige, dünne Schicht
organischen Materials eingebettet. Oberhalb des Beckens war das Skelett vergangen.

Die Ausdehnung der Grube konnte nicht sicher ermittelt werden. Der dunkle Grubeninhalt hob sich nur stellen-
weise von seiner Umgebung ab; doch scheint eine rechteckige, Nord-Süd orientierte Grube gesichert, die nur
wenig in den gewachsenen Boden eingetieft war.

Funde:

Do 58/75: 5
(Taf. 4,1)
Do 58/76: 5
(Taf. 4, 3)
Do 58/77: 5
(Taf. 4, 2)
Do 58/78: 5

Do 58/79: 5

Sehr fragmentarisch geborgener Bronzehohlring mit noch erhaltenen Holzkernstückchen,
Steckverschluß mit feinen Querkerben.

Reste eines gleichen Rings mit Holzkern. Dm. beider Ringe etwa 10 cm.

Fragment eines dünnen, massiven, im Querschnitt ovalen Bronzearmrings; Dm. etwa
5 cm.

Sehr poröser, verwitterter, sekundär verbrannter Scherben aus dem Innern der Grabgrube, eine
Seite schwarz, die andere rotbraun, j
Fußknochen, um die die beiden Hohlringe lagen.

Lesescherben von der Hügeloberfläche:

Do 58/81 Unverzierte Scherben

(Do 58/80 s. unter Grab 1, hinter Do 58/36:1)

(Do 58/83: 3 s. unter Grab 3)

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