Die Form: Zeitschrift für gestaltende Arbeit — 5.1930

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DAS ÖSTERREICHISCHE KUNSTGEWERBE

AXEL ROMDAHL

Bei Gelegenheit einer sehr eindrucksvollen Ausstellung österreichischen Kunstgewerbes in Schweden ist
dieser Aufsatz entstanden, der als Präludium zu der diesjährigen Werkbundtagung in Wien gelten mag;
womit wir aber nicht sagen wollen, daß für das Bild des neuen Österreich nicht neben dem Kunstgewerbe
auch andere Dinge wichtig sind. Die Schriftleitung

Österreichs Kunstgewerbe von heute trägt den bedeuten hatte wie Wien. Vieles, was an den Zei-

bewußten und kühnen Stempel des aktuell Leben- chentischen und in den Werkstätten der schönen

digen. Wer die Geschichte der letzten Jahrzehnte Stadt an der Donau gedacht und geformt wurde, hat

des europäischen Kunstgewerbes kennt, weiß, daß sich an der Spree und am Rhein, am Sund und am

keine andere Stadt im Kampfe gegen leere Nach- Norrström. an der Seine und an der Themse in gang-

ahmung und inhaltlosen Traditionalismus soviel zu bare Scheidemünze verwandelt.

Silberservice

Entwurf: Architekt Oswald Haerdtl, Wien. Ausführung: J. C. Klinkosch A.G., Wien

Fruchtschale und Aufsatz

aus handgetriebenem Silber- Entwurf: Professor Josef Hoffmann
Ausführung: Wiener Werkstätte

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