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Furtwängler, Adolf
Beschreibung der Vasensammlung im Antiquarium (Band 1) — Berlin, 1885

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https://doi.org/10.11588/diglit.1016#0296
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Attische Amphora, 2, y, Gruppe 2. 2Ö5

1. Panther nach r. und weidendes Reh nach 1. — In der Mitte
von B^: sehr lebendige Gruppe von zwei Löwen, die sich an-
brüllen; der eine r. ganz geduckt zum Ansprung; dazwischen
zur Füllung eine Rosette. L. davon Panther und Bock sich
gegenüber, r. nur ein Schwan nach r. — Darunter einfaches
Mäanderband und Strahlen.

1719. (636). H. o,3o. U. 0,825. Nola („trovata in un sito di quattro

strati di sepolcri, nell' ultimo dei quali era posta la presente"),

S. Barth.; Panofka, mus. Bart. p. 74, No. 5. — Manches,

besonders am unteren Teile geflickt. — Erw. Gerhard,

Prodromus S. 127, N. 14.

Hals mit gegenständiger P.-L.-Kette (P. offen1. Henkel

dreiteilig mit Querstab unten. Darunter, doch nicht an den

Henkel ansetzend, grosses Volutenornament mit reichlicher

Füllung von offenen schw. Palmetten. An der Schulter nur

Stabornament.

Bauchbild A) Sprengendes Viergespann, in der
Richtung aus dem Bilde heraus, von demselben Typus wie
auf 1714 (Köpfe der zwei mittleren Rosse en face; rote
Mähnen; r. Brustbinden; Wagenräder verkürzt); Lenker rot-
bärtig, in weissem langem Chiton. Neben ihm zu seiner L.
ist noch der Oberteil des Helmes (hoher Bügel) des Helden
zu sehen.

B) Kampf. In der Mitte sinkt ein Krieger (r. Beinsch.,
r. kurzer Chiton, Panzer, bärtig, kor. Helm mit hohem Bügel,
weisser Rundschild im Profil, w. Schwertband) ins 1. Knie,
dreht sich mit dem Oberkörper um und zückt die Lanze gegen
den herbeilaufenden Krieger 1., der ebenso bewaffnet (nur
ohne Beinsch. und niederer Helmbügel, an seinem Schilde
zwei w. Kugeln, Falten am Chiton) mit gelallter Lanze ein-
dringt. Ebenso eilt von r. ein Krieger nach 1. herbei mit
geschwungener Lanze, (Schild im Profil, als Zeichen w. Drei-
fuss; Bewaffnung wie die vorigen, niederer Bügel am kor.
Helm, r. faltenloser Chiton). — Flüchtige Zeichnung.

Darunter ein gefirnisster Streif; dann ein sehr nachlässiges
Lotosknospenband (aufwärts, ohne die Verbindungslinie); dann
Strahlen.

1720. I651). H. 0,405. U. 1,00. Vulci, von Magnus erw., i83i. —

Einzelnes erg., die Fugen verschmiert. Der eine Henkel erg.
— Vorzügliche Technik. — Abg. Gerhard, etrusk. camp.
Vasenb. Taf. XU, S. 15. f.; verkleinert bei Panofka, gr. Künstler-
namen lAbh. d. Akad. 1848) Tf. II, 2—5. — Bespr. oder erw.:
Gerhard, rapp. Volcente (Annali i83i) not. 36b. 722. "42d.
Annalt d. J. 1835, p. 23t (Panofka). Arch. Zeit. 1843, S. 12.
 
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