Paul Graupe <Berlin> [Editor]
Die Sammlung Leon Nathansohn - Dresden, mit Beiträgen aus anderem Besitz: Goethe und sein Kreis ; Goethes äussere Erscheinung, Büsten, Gemälde, Stiche, Medaillen ; Gothes Schriften, Goethe-Stätten, Alt-Weimar ; die Künstler des Goethe-Kreises, Gemälde Aquarelle, Handzeichnungen von Carus, C. D. Friedrich, Graff, Hackert, Kneip, Kraus, Schütz, Tischbein u.v.a. ; Auktion ... am 19. und 20. April 1933 (Katalog Nr. 106) — Berlin, 1933

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Auktion i o 6 am i 9. und 20. april 1933
DER KUNSTLERKREIS UM GOETHE
LUISE SEIDLER
1786—1866
Schülerin Kügelgens. 1823 Lehrerin der weimarischen Prin-
zessinnen, wurde sie dort 1824 Galerieaufseherin. 1811 ihr Goethe-
porträt. (Sch.-Str. 108)
637 Selbstbildnis halb nach links. Hüftbild. Pastell. Unten rechts:
Zur Erinnerung an Luise Seidler 1850. H.: 27 cm. Br.: 20 cm. Ge-
rahmt.
638 Brustbild nach rechts. Frau von Serre. Bleistiftzeichnung mit
Kreide gehöht. Bez.: Louise Seidler Maxen 1856. Die letzte Schelmin
vom Berge. Gerahmt.
*639 2 Bll. Studien zu religiösen Themen. 1 Bl. Bleistiftzeichnung. 1 Bl.
Sepiatuschzeichnung. Qu.-4°.

ANTON WILHELM STRACK
geb. 1758
Schüler J. A. Tischbeins. Bückeburgischer Hofmaler
*640 Männlicher Kopf nach links. Originalkohlezeichnung. Sign.:
W. Strack gez. (ca. 1800.) Fol.
641 2 Bll. Ein sich lebhaft) unterhaltendes Paar und ein Singvogel
auf einem Ast. Aquarelle. 4°.

JOHANN HEINRICH WILHELM TISCHBEIN
1751—1829
Der intimste von Goethe’s römischen Freunden, mit dem er Rom
und die Campagna durchstreifte und alle künstlerischen Probleme
besprach 1786 entstand das bekannte Porträt Goethe’s: „Wie er
auf den Ruinen sitzt und über das Schicksal der menschlichen
Werke nachdenkt.“ (Sch.-Str. 65 u. (>6.)
642 Idyllen. 16 aquarellierte Federzeichnungen (9,4 : 7,8 cm). Mit Versen
Goethe’s. 4°. In alter Kartonnage.
Goethe nennt in seinem Brief an Tischbein vom 23. Juni 1821 den hier im Original-
zustand vorliegenden Band „Das schöne wichtige Werk“. Die Aquarelle begeisterten
ihn so daß er nicht nur ein Eingangsgedicht verfaßte, das er eigenhändig signierte,
sondern auch jedem der Aquarelle ein Gedicht gegenüberstellte, das von Riemer
geschrieben, auf die jeweils dargestellte Szene Bezug nimmt. Außerdem widmete
er dem Werk noch einen ausführlichen Aufsatz in „Kunst und Altertum“.
Siehe Tafel 24
643 Folge von 6 Blatt Genien nach pompejanischen Mustern. Original-
aquarelle. Fol.
Außerordentlich farbenreich und minutiös ausgeführte Blätter.
644 2 Blatt mythologische Darstellungen nach pompejanischen Motiven.
Originalaquarelle. Fol.
Prachtvolle farbenreiche Darstellungen.

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