Karl Ernst Henrici <Berlin> [Editor]
Autographen: Sammlung Egelund u. a. m. ; historische Autographen insbesondere aus der Zeit des 30jährigen Krieges ; Musik, Theater, bildende Kunst, Literatur und Wissenschaft ; Versteigerung 16., 17. Februar 1925 (Katalog Nr. 100) — Berlin, 1925

Page: 53
DOI Page: Citation link: 
https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/henrici1925_02_16/0064
License: Creative Commons - Attribution - ShareAlike Use / Order
0.5
1 cm
facsimile
II. Musik.

53

430 Rubinstein, Anton, Klaviervirtuose und Komponist, Direktor des
Konservatoriums in St. Petersburg; 1829—1894. Eigh. Musik-
manuscript m. Widmung ,,A Mademoiselle Caroline Openheimer".
Undatiert. 2% Seiten. Folio.

Vollständiges Manuscript des bekannten Klavierstückes ;,Barcarole in
f-moll".

431 — Eigh. musikal. Albumblatt m. U. Frankfurt 2. III. 1885. I Seite.
Quer-40.

Andante. 16 Takte für Klavier mit Text: ,,Reitzend fürchterliches Weib,
eine Schlange um den Leib mit giftgem Zauberstachel, Sünde!!!"

432 Saint-Saens, Carniile, der ausgezeichnete französ. Komponist u.
eminente Klavier- u. Orgelvirtuose; 1835—1922. Eigh. Brief m. U.
0. 0. 7. Nov. 1899. 2 Seiten. 8°. — An Theodor Leschetitzki.

433 Schubert, Franz; 1797—1828. Eigh. musikal. Albumblatt mit 2

Kompositionen: „Eccossaise" und „Deutsch" für Pianoforte m. U.

Undatiert. 2 Seiten. Klein-quer-40.

Reizendes musikal. Autograph. Unter dem „Eccossaise" befindet sieb der
eigh. humorvolle Vermerk: „Springen Sie mit diesem Eccossaise, durch jedes Wohl
und Weh! Ihr bester Freund Franz Schubert", sowie unter der andern Kom-
position der folgende: „Tanzen Sie stets bey diesem Walzer; Werden sie Russe
oder gar Pfalzer. Ihr obiger Freund."

434 — Eigh. Brief m. U. Undatiert. (Wien, 19. März 1818). 2 Seiten.
8°. Mit Adresse.

Hübscher Brief a n seinen Freund, den Komponisten Anselm Hütten-
brenner (1794—1868), den er zu einem gemeinsamen Besuche abholen möchte:
„Solltest Du nicht Zeit habena was mich ausserordentlich derangiren würde, so
lasse eine Nachricht bey deinen Hausherrn."

Drei Jahre vor Niederschrift dieses Briefes lernte Schubert — 1815 — Anselm
Hüttenbrenner kennen, der in Wien die Rechte und bei Salieri Contrapunkt
studierte. Ein ausführliches Tagebuch, das Hüttenbrenner gegen 20 Jahre lang
führte „und worin Schubert vom Jahre 1825 bis 1828 gewiss mehrere hundertmal
vorkam'', hat Hüttenbrenner 1841 verbrannt. ,, Von 1815 bis 1821, wo ich hei rate te,
waren wir unzählige mal zusammen." (Brief an Jos. Hüttenbrenner vom 4. April
1842.).

Vergl. auch Hans von der Sanns Aufsatz: „Anselm H. und Franz Schubert"
in der Grazer Tagespost 1894, Nr. 304, 306 und 307.

435 Schumann, Robert, Komponist; 1810—1856. Eigh. Brief m. U.
Düsseldorf, 13. Aug. 1853. 2 Seiten. 8°.

An den Musikverleger Schuberth in Leipzig in Druckangelegenheiten, wünscht
verschiedene Verbesserungen.

436 Spohr, Louis, Violinvirtuose und Komponist; 1784—1859. Eigh.

Brief m. U. Cassel, 10. I. 1830. 3 Seiten. 40. Mit Adresse.

An Heinrich Marschner, dessen Oper in nächster Zeit in Kassel aufgeführt
werden soll.

Auktionskatalog C. Karl Ernst Henrici, Berlin W. 35.
loading ...