Universitätsbibliothek HeidelbergUniversitätsbibliothek Heidelberg
Metadaten

Heidelberger neueste Nachrichten: Heidelberger Anzeiger — 1936 (Juli bis Dezember)

DOI Seite / Zitierlink: 
https://doi.org/10.11588/diglit.9513#0519

DWork-Logo
Überblick
loading ...
Faksimile
0.5
1 cm
facsimile
Vollansicht
OCR-Volltext
Aeidelberger

d,^ugspr-i»: Monatltch L.20 Rm. (einschl. 27 Rpfg. Trägerlohn»

Mo^'Ech l.lO Rm. t-inschl. Träg-rlohn». B-i d«n Abholst-II-n
'fich 2.— Rrn., halbmonatlich l.— Rm. Durch di- Post b-z»gen
8«b»o 7 2.20 Rm. (einschl. PostbefSrdsrnngrg-bühren) und Z6 Rpfg.
lg w - ö'-^r Bezugspreis ist voraur zahlbar. Linzelnummsr
ll,j^>s 2s> oie z-itung am Lricheinen oerhind-rt, best«h» h-i»
Ä!(-?ch "uf Lnischädigung. Lrschein« wochentäglich ll Uhr.

dltellungen müssen bis spätestens 25. dss Monats für den
^roig-nden Monai dirskt beim Dsrlag eingersicht werden.

I6elde!decgec Nnzeigec / ^eidslbecgec Zeitung

2n ganz Nocdostbaden oecbceitete Tage5zeitung.
Nnzeigen allec Nct kaben guten Lcsolg.

Anzeigenpreis: 6 Rpfg. für die 22 n»m breite Millimeterzeil« s
5 Rpfg. fiir »Kleine Anzeigen". die nicht der Wirtschastswerbung
dienen, für Stellenanzeigen, Schiffahrtsanzeigen, Derlegeranzeigen.
Preis für Tertanzeigen: 30 Rpfg. für die 79 mm brerte
Millimeterzeile. Nachlässe nach Malstaffel 1 und II oder
Mengenstaffel 6. I. Zt. ist Anzeigen - Preisliste 5 gültig. Crful-
lungsort und Gerichtsstand ist Heidelberg. Geschaftszeit 8—18 Uhr.
Postscheckrkonto Ludwigshafen 7221. Für Rückgabe nicht verlangter
Schriftstücke wird keine Gewähr geleistet.

189

Druck unü Berlag von Friedrich Schulze in Heidelberg.
Schristleitunq: Hauvtstraße 23 Fernsvrecher-S.-A. 7351—53.

Freitag, 14. August

Hauptgeschästsstelle Hauptstraße 23, Fernsprecher-S.-A. 7351—53.
Zweigstelle: Haspelgaffe 1.

1936

SrdilW iil PMiigal.

Land steht in so engcr Verührung mit Spa-
Portugal, weil jä beide Länder sich in die
s» halbinsel teilen. Diese Tatsache verleitet oft
^ufsasiung, daß auch die natürlichcn charakteristi-
-^ierkmale der beiden Nationen sich glichen oder
°ie Das aber ist nicht der Fall. Während

4«h,.''?nier von aggressivcr Crregbarkeit und geistiger
bie»(.?"chkeit sind, sind die Portugiesen ruhevoll, senti-
, und sehr human. Dic Grenzen in Cstrema-
'er, "d arn Ducro scheiden nicht nur politisch zwci Völ-
iivtz^ Ünd auch ein Trennungsstrich zwischen
eistesverfassungcn.

Bvrt^".Üeht in Lisiabon deni Spanier nicht nahe. Das
»Cspanhol"" bedeutet ctwas Fremdcs. Für den
wicdcr ist der „Portugisino" ein nicht nnbedingt
3ül h-^^chtigter Crdenbürger. Verhaßt ist in Portu-
°i»ia„° Erinnerung an die zeitwcilige zwangsweise Ver-
deiydcr bciden iberischcn Königreiche nnter Philipp
dichE^iten, dcshalb will man in Lissabon auch gar
n>i s.-b von einer paniberischen Cinheit
iNih '°N, wie sie von einigen spanischen Linkspolitikern
ArhNn den gemeinsamen anarchistisch-revolutionären
d>irh ndeu, mit dem Zcntralsih in Varcclona, angestrebt
!»?»» > E radikalcn Cxpcrimente in Spanien nach Aus-
^Nit, Rcpublik waren und sind in Portugal ver-
^ep^^nn Portugal ist eine sehr konservative
hi^Nugs s k, die dem vcrstorbenen lchten König, Don
Unt' ^n prunkvollcs Staatsbegräbnis gewährte, und
ihrem Präsidenten, Diktätor General Carmona,
M,^°"chcm Abschlutz der inneren Wirren nun schon
^tll P Iahren ein festgefügtes, geordnetes
ym^wesen bildet.

Fies^ "5s sür die Nation, nichts gegen die Nation!"
i - iwuch steht in schlichten Lettern an Türen,
!?ie». 'i.und Spiegeln der portugiesischen Amtsstuben zu
i> d'eir^§-das der Leitsprnch des Crstministers Dr.
M. gN'Salazars, dem das Land sehr viel zu danken
MeriÄ'E Vater der neuen Versasiung von 1933 hat er,
vorn Präsidenten General Carmona, alle auf-
Landes um sich gesammelt und die


.7k

Miä

??siivo^"nle Union gegründet, die heute däs Grund

"Mn Kräftc dcs
s-.-ue e^nle Union

bschf Staates bildet. Man darf in dieser Union
s - Po^?--°i"° ncue politischc Partci sehen. Im Gsgen-
^sg^vinsche, rcin doktrinäre Progrannne sind in ihr
Mvrg,?"et. Dr. Oliveira-Salazar hat vielmehr den
Hch b-^wen Gcdanken ausgcbaut und verwirklicht, ohne
^ Iv, ^n fremdc, vorgezcichncte Formen zu bindcn.

Staatslcben werden den Familienvätern bzw.
tsNvejl "chrnährcrn bcsvndere Rechte eingeräumt, da
v-vt. n ihncn ein crhöhtcs Verantwortungsgesühl zu-
Mq dcn korporativen Standesorganisationen

g.west^n von dem Gedanken aus, datz Arbeitgeber und
s s^nwer zwar vcrschiedene Aufgaben ersüllen, ihnen
n der Nation gleichwichtige Funktionen zu-
ü!ä <n» Ä"wal abgcschlosiene Vereinbarnngen find für
e« Tl»-;^oduktionsprozetz Bcteiligtcn bindend, Strciks
v be»^ derrnnaen sind desbalb streno verboten. So ist


errungen sind deshalb streng verboten. So ist
»g oelgngen, die früher zerrüttLten Finanzen zu
K'sAe» " - und den größten Teil dcr'Auslandsverpflich-
3>di - deckcn, im Land selbst Ordnung und
i»s^wir-sPN wieder hcrznstcllen und nicht zulcht die
bi»ust im riesigen Kolonialreich einzudäm-
°!>r i» Ä, ernstcs Ärbeitslosenproblem besteht nicht
b Ch ^ortugal.

^der^Ä? wie am Nachbarland Spanien bestand 1926

b°r,

(-.-wchtübcrnahme durch dcn Staatsstreich des Ge-
> °deZ »,.^wolm wcit über die Hälste der Vcwohner des

te°?^sch»io Analphabcten.
'veü'Uq»»!," 'sw über Ta

15 000 ""


sckÄs°q»e>,^ rusammen, weil den Portugiesen trockene
bvr "E, dvs Methodik als etwas Inhumanes er-
b-O» läbt ?'ch nur schwer mit der Herzensgüte verein-
s°in "scht ' das Leben mehr als der kalte Verstand
siikn 9r Avrtugal lebt dauernd im Andenken an
Dvü ä»s ? o ° Värgangenheit. Ieder Portugiese
b»f> ? Un^'"°n Schültern die Crbschast von Vasco da
,,j" d» . v von Camoens, dem Sänger der Lusiaden,
Lhrjf Portugiese, wieder im Gegensah zum Spa-
Lil/Ucht«„ so vcrzehrt er sich in einem ständigen
dr>e s a b „ ^whl, das er „Saudade" nennt. Auch in
CtaE' Cs",.^vrscht nicht das Grotzstadtgetümmel Ma-
slidiO »»> etwas Träumerisches über dcr weißen

'ch »»„^°i°, in dcr allcs gastfreundlich und ein wcnig

Ep ^e»c^bwungcn

suv,""i°N ?« Carnwna und dcr ehemalige Diktator von
"uhe>."Ut«rf> ^al Primo de Rivsra, hatten den Ver-
i»vjPi»brj!!owlnen, die beiden Nachbarländer einander
-lian Ißzv^». Cin Freundschaftsvcrtrag
^iei^ Vv» Vibgeschlosien und dic Gcsandtschasten zum
M » u»g^vtschasten crhobcn. Von Volk zu Volk hat

Scitdem hat sich dic Zahl der
ausend vermehrt mit einer Kn-
30 000 Kinder, und für
sind Abeudkurse eingerichtet. Gewitz bleibt
jss zu tun übrig, und vieles erscheint noch rück-
r<>kt ^ hängt aber mit dem portugiesischen Natio
- ^ zusanimen, weil den Portugiesen

gies»?° ia»»^""9 aber kaum cine Wirkung gehabt. Sel-
briblche Z.-? wan in einem Madridcr Kiosk eine portu-
°e»„° Etrvr "9, und sclten nur hörte man in den Ma-
.k g'- we»^ Ocn Portugiesisch sprechcn. So gcnügte es
l-- iin.. äviil^..^ den iberischen Hauptstädten nur
ein Schnellzug ver-
schien das stammverwandte
näher als Madrid zu liegen.

1931 hat vollends die
zumal da die portugicsi

W>kt° a? L"ischon
^i° de ^»

°° Ian.Gabon wicdcr
i»t>„^er s>. -wo näher als '

!che» Äerü^- Amsturz im Iahr
°°itzt ^'Uivr°"'dungen hestört, zum

'.^if in Varcelona und Frankrerch, wre es

Ä.^tü^ung Danischer radikaler Kreise zwei-


in Lisiabon und Oporto
zwar fehlschlug, aber doch

anzuknüpsen
einige Opfer

i°s ch t'?-Üud die spanischen Flüchtlinge
^Ust!?! ges»,^ ° is die in Portugal cin gern gewähr

?°>»?°sehl i-üi i" Portugal abstürzte
!°iern..bta».. °. die notfonalen Krästc an Stelle von Gc
hmen konnte, wurde ein überaus

»n haben und noch finden. Dem General
ieht in Portuqal abstürzte, ehe er den
'°>eri-Pra,s'^r dic na ^

°>e »ili°°hw ü^üduis vcranstaltet, an dcm fast ganz Lisia-
. eal.wt leiv, Es gibt keine Zeitung in ganz Portugal,
Ü"d f,?d g b?"ichostlich für die nati-onaleÄe-
°er Älevi? ° Generale Partei ergrifscn yat,
"u bo °°rist!„ "Ng wird auf keincn Fall mit den Madri-
">» b d. Eren, Anarchistcn und Volschewistcn paktieren.
„Utz ^ CinrP." wcrden Vorsichtsmaßnahmcn ergriffen,
iv"" die )^9en roter Formationcn zu vcrhindcrn,
loivtchird 2s 9"t mit Portugal mei-

"'''chend.tiicrenE^ °"ch oelingcn, dcn Vrand quf Spanien
G>.) i°°h der weitcn und schwer zu über-
°°nze. v. ll.-St.

^°der ^ -

idani^nvis ^oldsendung der Madrider Regierung.

>A°^'Gold^U9Ust.

. ...... Obgleich das Cintresfen von

9egebe«i<Wdungen in Paris amtlich nicht mehr
^ vch " wird, teilt der „Intransigeant" mit, datz
vb'"°9et äin °9en ein spanisches Flugzeug in
°°N hab°wgctroffen sei und 1242 Kilogramm Gold

eriLl^our.

^Ar>tl^?°n

Meruf der Ma-rl-er Negimmg.

Die Mackt entglettet thren Sänden.

„An -ik rcl>MIui»ischen LSnder."

Ausrus um Anterstühung.

Paris, 13. August. Der Sender Madrid hat einen
Rundrus an die republikanischenLänder
Europas" vcrbreitet, in dem diese Länder aufgcsor-
dcrt werden, nicht ncutral zu bleiben, sondern der amtli-
chen spanischen Regierung ihre Unterstühung zuteil wer-
den zu laflen. ^

RenMimrtridnnale ln Mndrid. .

Die Lage sehr ernst.

Marscille, 13. August. Die Nachrichten aus Madrid,
die im Laus des Donnerstag eingingen, schildern die
Lage als sehr ernst. In der Stadt haben sich Revolu -
tionstribunale gebildet. Erschicßungcn und
Schießereien werden sortgeseht. Die Regierung
scheint kaumnoch Herrin derLagezu sein. Es
hat den Anschcin, als trieben die Dinge rasch nach einer
schweren Krise zu.

Der RiNli NNI Mndkid mrd enner.

Die Marxisten spcrren die Grenze bei Hendaye.

Hendaye, 13. August. Nach den hier aus dem
Hauptquartier des Generals Mola in Burgos vorlie-
genden Nachrichten ist es den Nationalisten ge°
lungen, den Ring um die spanische Haupt-
stadt wicder enger zu schließen. In der Gegend von
Merida konnte die Verbindung zwischcn der Nordgruppe
Molas und der Südgruppe des Generals Franco endgül-
tig hergeftellt werden. Der Vormarsch von Merida
in Richtung auf Madrid ist in vollem Gang. Durch die
Besetzung der 50 Kilometer nördlich von Madrid an der
Straße nach Saragosia liegenden Stadt Guadala-
jara wurde ein weiterer wichtiger Crfolg erzielt.

Vei dem Vormarsch anf Malaga gelang es den
Fremdenlegionären des Generals Franco, die Stadt
Antequcra zunchmen, die etwa 50 Kilometer
Luftlinie nördlich von Malaga an der Vahnlinie Alge-
ciras-Granada ltegt. Die Croberer fanden hier, wie in
fast allen von ihnen eingenommenen Städten und Ort-
schaften, grauenhafte Spuren des roten Terrors vor.'Zu
Hunderten lagen die Leichen friedlicher
Bürger in denStraßen und Häusern.

In der Gegend von Leon haben die Nationalisten
ein dreimotoriges rotes Vombenflugzeug ab-
qeschossen. In der Sierra Guadarrama konnte eben-
salls ein Flugzeug der Regierungstruppen erbeutet
werden.

Am Donnerstag nachmittag haben die Marxisten

Pnnzerkrenzer „Jninie I." nersenkt.

Kommunistische Mordbrenner.

Lisiabon, 14. August. (Cigene Funkmcldung.) Ge-
neral Queipo de Llano gab am Donnerstag über den
Sender Sevilla wieder einen Lagebericht, in dem er zu-
nächst erklärte, datz die Madrider Linksregierung ver-
suche, die von ihm gegebenen Meldungen als unrichtig
darzustellen. Objektiven Beobachtern würde es jedoch
nicht gelingen, ihm auch nur eine einzige Anwahrheit
nachzuweisen. Der General ging dann auf die lehten mi-
litärischen Creigniffe ein und teilte mit, datz der auf Sei-
ten der Madrider Regiernng stehende Panzerkreu-
zer„Iaime I." von Flugzeugen der Militärgruppe
erfolgreich mit Vomben belegt werden konnte. Das
Kriegsschiff sei infolge der erlittenen schweren Havarien
gesunken.

Anweit von La Roda hätteN Streitkräfte der Mi-
litärgruppe eine Abtetlung marxistischer Mt-
liz vernichtend geschlagen, wobei sieben Ma-

die spanische Grenze bei Hendaye überraschenk»
geschlossen. Ieder Verkehr von und nach Spanien ist
unterbunden worden. Das Artilleriefeuer bei San Se-
bastian dauerte auch am Nachmittag an. An der
Veschietzung der Stadt soll sich auch der in den Hän-
den der Militärgruppe befindliche Kreuzer „Almirants
Cervera" beteiligen.

*

Keine Acbersicdlung nach Valencia.

London, 13. August. Gutem Vernehmen nach hat die
Madrider Negierung ihren Londoner Votschaf-
ter ermächtigt, die in einer Pariser Meldung aufgestellte
Behauptung, die spanische Rcgierung sei nach Va-
lencia übergesiedelt oder beabsichtige, dies zu tun, mit
allem Nachdruck zurückzuweisen.

schinengewehre, fünfzig Gewehre und drei Lastkraftwagen
erbeutet werden konnten. Schlietzlich gab der General
noch bekannt, datz die nationalistischen Truppen nach der
Croberung von Puente Herniz sowjetrussisches
Gsld vorgefunden hätten, was ein weiterer schlagender
Veweis für die Cinmischung Sowjetrußlands in die spa-
nischen Verhältnisie sei.

Weitere Mililär-Ersnlge.

Die Generäle berichten.

Hendaye, 14. August. (Cigene Funkmeldung.) Die
von den spanischen Sendcrn in der Nacht zum Frcitag
verbreiteten Meldungen ergeben folgendes Vild:

Truppen der Militärgruppe haben sich im
Laus des Donnerstag abcnd weitere sechs Kilome»
teran Santander hcrangearbeite«.

Vajadoz ist von dcn Nationalisten nach mehr-
stündiger Veschietzung zur Hälste eingenomme»

L-SL? ZVttKLL)Lr«LrL«kSLr.

icköne Erfolge ter deuWen Reiter.

zwei Wldem un» elne Werae Metallle ln »er Swßen Srelsmprnkung.

Ser Berlnns des Snnnerstngs.

Deutschland bisher 2l Goldmcdaillen, USA 20.

Verlin, 14. August. Am 13. Tag der Olympischen
Spiele errangen die Deutschen wieder zahlreiche Medail-
len. Anssre Reiter belegten in der Großen Dresiur-
prüsung die beiden ersten Plähe und siegten auch in der
Länderwertung. Die Amerikanerinnen gewannen
das Turmspringen dsr Frauen, Frl. Köhler (Deutsch-
land) wurde Dritte. Im Säbel-Mannschaftsfechten sieg-
ten die Angarn vor Italien. Deutschland erzielte
bisher insgesamt 21 Goldmedaillen und führt nun-
mehr vor Amerika mit 20 Goldmedaillen.

Einen überragenden Crsolg errangen unsere Reiter
in der am Mittwoch begonnenen und am Donnerstag be-
endeten Großen Dressurprüfung. Inder Cin-
zelwertung belegte Oblt. Poilay auf dem Ostpreutzen
„Kronos" den ersten Platz und errang damit die Gold-
medaille, während Major Gerhard auf „Absinth"
Zweiter und Gewinner der Silbernen Medaille wurde.
Auch in der M a n n s ch a ft s w e r t u n g sicl uns die
Goldmedaille zu, da auch unser dritter Vcrtreter. Rittm.
v. Oppeln - B r o n i k o w s k i auf „Gimpcl", ganz hcr-
vorragend abschnitt. Frankreich belegte den zweiten und
Schweden den dritten Rang. In der Cinzelwcrtung holte
sich noch Major Podkajski (Oesterreich) aus „Nero"
die Vronze-Medaille. Antcr den Chrengästen, die der
Prüfung bciwohntcn, bcmerkte man u. a. auch Gcncral-
fcldmarschall von Vlomberg und Gcneralobcrst v. Fritsch.

Dic Kämpfe der Schwinimer
wurden am Donnerstag morgen eingeleitet mit den Vor-
läufen im 400-Meter-Freistilschwimmcn für Frauen und
im 1500-Meter-Freistilschwimmen sür Männer. Nach dcn
fünf Vorläufen zum 400 - Meter - Freistil-
schwimmenderFrauen,an dcm deutsche Vertreter

nicht teilnahmen, war klar zu erkennen, datz die Cntschei-
dung zwischen Holland und Dänemark liegen wird. Für
die Zwischcnläufe qualisizierten sich: Hveger, Frederiksen,
Carlsen (alle Dänemark), Mastenbrock, Wagner, Timmer-
mans (alle Holland), Wingard, Potty (beide ASA),
Marioka, Kojima (beide Iapan), Fleuret (Frankreich),
Azeveda Coutinho (Vrasilien), Ieffery (Grotzbritannien),
Sstramek (Tschechoslowakei), Sothy (Ungarn).

Im 1500-Meter-Freistilschwimmen

brachten sich die drei Deutschen Freese, Arendt und
Przywara in die Zwischenläuf«. Arendt belegte im
ersten Vorlauf hinter dem Iapaner Ishiharada und dem
Cngländer Leivers den dritten Plah, den gleichen Rang
nahm auch Freese im dritten Vorlaus hinter llto (Iapan)
und Flanaga (LlSA) ein. Przywara wurde glcichsalls
Dritter im vierten Vorlaus hinter Christy (LlSA) und
Wainwright (Cngland). Auch in den Vorkämpfen des
200.Meter-Vrustschwimmens erreichten unsere sämtlichen
Vertreter, nämlich Sietas, Balke und Heina die
Zwischenläufe.

Der 100-Metcr-Rücken-Cndlauf
dagegen wird keine Deutschen in der Cntscheidung sehen.
Sowohl Simon als auch Schwarz und Schlauch
mußten in dem Klassefeld der besten Brustschwimmer der
Welt aus dem weiteren Wettbewerb ausscheiden. Sie
kamen über die Vorläufe nicht hinaus.

Zu einem Triumph der holländischen Schwimmerin-
nen gestaltcte sich

die Cntscheidung des 100-Meter-Rückenschwimmens.

Dina Senff (Holland) lag bis zur Hälfte des Rennens
in Führung, fiel aber darin durch eine schlechte Wende
weit zurück. Sie spurtete dem davongeeilten Felde nach,
erreichte es und schlug auf den lehten Metern in 1:18,9
noch ihre Landsmämnn Rie Mastenbroek (1:19,2)
mit Handschlag. Dritts wurde die Amerikanerin Bridqe
in 1:19,4.

Norwegen im Fußball Dritter.

Im Futzball kümpsten Norwegen und Polen im
Reichssportseld vor über 80 000 Zuschauern um den drtt-
ten und vierten Plah. Norwegen gewann den spannen-
den Kampf ctwas glücklich mit 3:2 (2:2) Torcn und kam
dadurch in den Vesih der Broncenen Medaille.

Aus der olympischen Rcgattastrecke in Grünau

wurden am Donnerstag die Hoffnungsläufe und dte Zwi-
schenläufe der Ciner entschieden. Die deutsche«
Voote waren mit Ausnahme des Achters ja schon durch
Siege in den Vorläufen in die Cndläufe bzw. Zwischen-
läufe gekommen. Nur der Wiking-Achter mutzte
am Donnerstag noch eimnal rudcrn. Im ersten Hoss-
nungslauf gingen die Berliner an den Start, neben ihnen
noch die Tschechoslowakei und Australien, Dänemark hatte
abgesagt. Die Deutschen hatten von Veginn an einen
leichten Vorsprung, den sie bis zum Ziel auf 2)4 Längen
ausdehnten. Damit kommt auch der deutsche Achter in
den Cndlauf. — Die einzige Bootsgattung, für die Zwi-
schenläufe eingeschaltet waren, war der C in e r. llnser
Vertreter Schäfer, der schon seinen Vorlauf gewonnen
hatte, setzte sich auch diesmal wieder durch. Cr gewann
seinen Zwischenlauf klar in 8:04 gegen den Amcrikaner
Barrow (8:17,4) und Giorgio (Argentinien).

Am späten Mittwochabend wurde

das olympische Voxturnier

mit der zwcitcn Runde fortgcseht. llnscre noch im Wett-
bswerb liegcndcn Vertrctcr sehten sich auch in dieser
Runde weiter durch. Im Federgewicht schaltete Miner
den Belgier Lecrauvaut aus. Vaumgarten war im
Mittclgewicht über den Italicner Totti cbcnfalls nach
Punkten ersolgreich. Der deutsche Curopameister Runge
erzicltc im Schwergcwicht sogar einen cntscheidcnden Sieg.
Cr schickte schon in der crstcn Runde dcn Tschechen Kuß
nnt eincm gcnaucn Rechtcn für die Zeit auf die Vrctter.


Ein stolzcr Triumph der
deutschen Reiter.

Die olympische Dressurprü-
fung gestaltete sich zu einem
einzigartigen Triumph der
deutschen Reiter, die in der
Einzelwertung eine Gold-
und eine Silbermedaille und
in der Mannichaftswertung
eine weitere Goldmedaille
gewinnen ko»r>ten.

Bildtinks : Major Ger-
hard errang die Silberne
Medaille. (Atlantic, K.)
BiId rechts: Oberleut-
nant Pollah, der sich auf
Kronos den Sieg holte.

(Schirner, K.)
 
Annotationen