Kekulé von Stradonitz, Reinhard [Editor]; Kekulé von Stradonitz, Reinhard [Oth.]
Die antiken Terrakotten (Band II): Die Terracotten von Sicilien — Berlin u.a., 1884

Page: 58
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ZWEITER HAUPTTEIL.

ERKLÄRUNG DER TAEELN.

Tafel I.

Oberteil einer lebensgrossen weiblichen Figur, im Mu-
seum Biscari in Catania.

Eine ungenügende Skizze mit irriger Angabe des Ma-
terials (titfo calcare compatlö) bei Serradifalco Le antichitä
della Sicilia V, iS, 3 S. 30. Erwähnt von Gerhard Annali
deU' Inst. arch. VII (1835) S. 42: Egli h vero che Statue
di terra cotta di grandezza naturale tum sono seuza csa/iplo
neanche dalP epoche romaiie. via tra le opere dl arte greca.
tra quelle soprattutto di arcaico Stile e tra quelle e/ie secoudo
l'aualogia dcl soggetto e dc/le altre locali scoperte debbono
atlribuirsi a greci sepolcri', nou conosco ucssuna da venire
in confronto col silperbo frannnento di min donna panuegglata
a soniigliauza di quelle della Speranza, della quäle nel Muse»
Biscari e conseii'ata la meta superlore.

.Die Oberfläche ist rauh und hellgrau von Anselin;
wo der Thon darunter sichtbar wird, ist er ziegelrot.*-. Otto.

Auf unserer Tafe! ist in der Vorderansicht der Kopf-
schmuck, links vom Beschauer, in der Zeichnung ergänzt.

Vermutlich aus Kamarina. Siebe oben S. 3. 24 und vergl.
Tafel VI, 3. — Zum Vergleich teile ich noch hiernächst,
Fig. 120, eine sehr altertümliche Büste mit, welche Otto

im Museum in 1';
»No. 4593- Au;
hellrotem Thon 3-
ist leider nicht bekannt,
auch an Akrai denken.

Fig. IM.

lermo gezeichnet
; dem Salnitriano.
—4 Millim, dick g

der Bemerkung:
e M. 0,16. Aus
.<-. Die Herkunft
Man kann an Kamarina, vielleicht

Tafel II.

1. Sitzende weibliche Gestalt, im Berliner Museum,
Inventar der Tcrracottcn 3519. — Vermutlich aus Akragas.

Gesamthöhe 0,27.

»Nasenspitze auf der rechten Seite ein wenig abge-
brochen. Rückseite roh, ohne Modelliiung, ohne Angabe
einer Stuhllehne, ohne Brennloch. Unten jetzt mit Gips,
verschmiert, ursprünglich gewiss offen. Keine Farbspuren.
Formen etwas verrieben. Nacharbeit mit dem Slccco an
Haaren, Fingern, Füssen u. s. w. noch sichtbar.- Treu.

Nach einer Photographie gezeichnet.

2. Sitzende Frau mit Taube und Apfel, im Museum in
Siracusa.

Höbe 0,125, Gesichtszuge o.oiö.

Abgebildet in Radirung von Vincenzo l'oliti auf einem
fliegenden Blatt mit der Angabc: Statuetta dl creta trovaia
nelli seavi delle Siracuse antiche a j maggio 1S02. Si con-
ser;>a netto stttdiolo dcl Canonico e Paroco Giuseppe Logoteta.

Hinten glatt, ebenda grosses Loch. Unten offen, wie
es scheint, so ursprünglich, obgleich die Figur unten etwas
beschädigt ist. — Die Farbe des Thons ist blass ziegelrot.

Nach einer Photographie gezeichnet.

3. Sitzende Frau mit Schwan, im Museum zu Siracnsa.
Höhe 0,255. Gesichtslänge 0,025.

Etwas beschädigt. Unten und oben offen, auf der
platten Rückseite grosses Loch. — Die Farbe des Thons
ist ziemlich helles ziegelrot.

Tafel III.
: Frau, im Museum Biscari

in Catania mit

1. Stehende
der Angabe der Herkunft: Caltagironc.

»Bräunlich grau von Ansehen und sehr zerfressen, die
Farbe des Thones selbst ist ziegelrot. Schwer, dick ge-
gossen, ohne Brennloch, unten ein wenig ollen.-- Otto.

Nur sehr wenig verschieden ist eine durch G. Dennis
aus ]>Sicilieii'. in das Britische Museum gekommene Figur,
welche hiernächst, Fig. 121, im Profil abgebildet ist.
Sccond Vase Room II S. 22, 166: Persephone, holdhtg in
her right band the pamegranate fruit pressed agaiust her
bosom; '.villi her left she drtnes 011 011c side the sl'irt of
her draperj: Her ha/r. arrai/gcd in tioo rmos of formal
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