Kindler von Knobloch, Julius ; Badische Historische Kommission [Editor]
Oberbadisches Geschlechterbuch (Band 1): A - Ha — Heidelberg, 1898

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Vorwort.

JDurch Beschluß der Badischen Historischen Kommission in deren XI. Plenarsitzung im No-
vember 1892 wurde dem Unterzeichneten die Bearbeitung des Oberbadischen Geschlechterbuches über-
tragen, wofür derselbe einen die Buchstaben A und B umfassenden Entwurf seiner Zeit eingereicht hatte.
Es wurde für das in Lieferungen von je ca. 10 Bogen erscheinende Werk festgesetzt, daß in den Rahmen
der Arbeit alle dem hohen und niederen Adel, sowie dem Patriziate angehörigen Geschlechter aufge-
nommen werden sollten, welche seit den ältesten Zeiten bis etwa zur Zeit des dreißigjährigen Krieges
auf Oberbadischem Gebiete, d. h. in dem südlich der als Gaugrenze dienenden Oos belegenen Theile
des jetzigen Großherzogthums Baden urkundlich auftreten. Es war nothwendig, diese Zeitgrenze zu be-
stimmen, da, durch die Verhältnisse zur Zeit des dreißigjährigen Krieges bedingt, nunmehr eine starke
Einwanderung von außen begann und die Arbeit sonst eine übermäßige Erweiterung erfahren hätte.

Es ist das Bestreben des Bearbeiters gewesen, der in genealogischen Werken älteren Stiles üblichen
Redewendungen zur Verherrlichung der behandelten Geschlechter sich zu enthalten und möglichst nur
die Daten reden zu lassen. Ein großer Werth wurde auf die den Geschlechtern im Laufe der Zeiten
ertheilten Kaiserlichen und Pfalzgräflichen Gnadenbriefe gelegt, wofür das K. und K. Haus-, Hof- und
Staatsarchiv und das K. K. Adelsarchiv in Wien, deren Schätze bisher leider noch zu wenig bekannt
sind, ein so reichhaltiges Material bieten. Soweit es während eines vierwöchentlichen Aufenthaltes in
Wien möglich war, das für die Arbeit in Betracht kommende Material zu sammeln, ist es geschehen.
Mit besonderem Danke muß ich aber hervorheben, daß die Badische Historische Kommission in richtiger
Würdigung der Wichtigkeit, urkundlich richtiges Material zu schaffen, hierfür die erforderlichen Mittel
zur Verfügung gestellt hat. An dieser Stelle sei es mir gestattet, den Herren Beamten des K. und K.
Haus-, Hof- und Staatsarchivs, vor allen dem verstorbenen Archivdirector Herrn Alfred Ritter von Arneth,
Excellenz, und Herrn Dr. Alfred Anthony Ritter von Siegenfeld, sowie dem Leiter des K. K. Adels-
archivs, Herrn Archivar Karl Sehornböck in Wien für die mir bei jeder Gelegenheit zu Theil gewordene
Unterstützung meinen wärmsten Dank auszusprechen. In gleicher Weise wurde von dem Großherzogl.
Badischen Generallandesarchive in Karlsruhe, dem Fürstlich Fürstenberg. Archiv in Donaueschingen,
dem Staatsarchiv in Basel, sowie den städtischen Archiven Badens in der zuvorkommendsten Weise
das erbetene Material stets zur Verfügung gestellt, wofür ich meinem aufrichtigsten Dank hierfür Aus-
druck verleihen möchte.

Ferner will ich es nicht unterlassen, jenen Herren, welche mich theils für einzelne Geschlechter,
theils für ganze Bezirke in bereitwilligster Weise mit reichem urkundlichen Material und mit Ent-
würfen von Stammtafeln unterstützt haben, herzlichst zu danken, und sind dies besonders folgende
Herren gewesen: Dr. Albert, Stadtarchivar in Freiburg; Professor Dr. Karl Albrecht in Colmar; der
Großherzogl. Bad. Kammerherr und Legationsrath a. D. Emil Freiherr von Althaus in Freiburg; der
K. K. Oberstlieutenant a. D. Kamillo Freiherr von Althaus in Freiburg; der Kgl. Bayer. Reichsarchivrath
Dr. F. L. Baumann in München; Dr. C. Beyerle in Konstanz; der Kgl. Preuß. Hauptmann a. D.
Leopold Freiherr von und zu Bodman in München; der Kgl. Bayer. Reichsherold, Geh. Legationsrath
Gottfried Boehm in München; der Kgl. Heroldsmeister Hans von Borwitz und Harttenstein, Schloß-
hauptmann von Liegnitz, zu Berlin; Albert Freiherr von Botzheim zu Schloß Mattsies in Bayern; Pro-
fessor Dr. Richard Fester in Erlangen; Oberstlieutenant a. D. Johannes Gallandi zu Königsberg i. Pr.;
der (f) K. K. Kämmerer Karl Freiherr Gayling von Altheim zu Freiburg; der Fürstlich Fürstenberg.
Archivrath, Professor Dr. Eduard Heyck in Donaueschingen; der (f) K. und K. Hauptmann Friedrich
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