Kladderadatsch: Humoristisch-satyrisches Wochenblatt — 12.1859

Page: 145
DOI issue: DOI Page: Citation link: 
https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/kla1859/0145
License: Public Domain Mark Use / Order
0.5
1 cm
facsimile



Nr.

Berlin, den 7. Äugust l859.

L Zahrgmg.


Mochmkalmder.
bfirt sich d " K' ' ' ? ht



Wochmkafmder.
Ich hoffe daß ^ S^^ei
Berlin. Was hat ER gesagt ^Wa«
,,. hat ER gesagt?
Gar nicht» hat er zu ragen! —

MmonMH-satyrlsches Vochmksatt.



atienvaiersil-Ije


nterhaltung in der


omönrdei.

Woher des Wegs?
Von Solferino, Vater.
Und du, woher?
Äer Alte.
Gleichfalls vom Kriegstheater; —
Hab' bei Magenta weidlich mich gemästet.
Der Junge.
Welch schöne Zeit! Die Luft vom Tod verpestet.
Und fette Beute rings auf Wall und Graben!
Der Alte.
Ja, liebes Kind, der Herr sorgt für die Raben.
Doch jetzt — wohin? 's ist Friede nun aus Erden.
Was soll nun aus uns armen Naben werden?
Der Alte.
Geduld, mein Sohn, 's wird Alles wieder gut.
Riechst du denn Nichts? Ich wittre Mcnschenblnt.
Der Junge.

Der Alte.
Bleib hier, mein Sohn, hier sind wir an der Quelle;
Der Alte.
Was weißt denn du, Gelbschnabel? Schau, im Aether,
Dort wiegt der Herrscher sich der Rabenväter,
Der Kaiseraar-der Herr sorgt für Naben!
Und neben ihm mit neu erstarkten Schwingen
Siehst du den Doppelaar die Lust durchdringen.
Nun denke, welche Beute wir hier trugen,

Wo? Vater, sprich — ich fliege hm zur Stelle.

Ja, dn hast Recht: der Herr sorgt für die Raben
üla-dtradaisch.
loading ...