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Die Kunstauktion: internat. Nachrichtenblatt des gesamten Kunstmarktes — 3.1929

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Nr. 4 (27. Januar)
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https://doi.org/10.11588/diglit.47052#0039
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Deutsches Nachrichtenblatt des gesamten Kunstmarktes


sches

und Buchmarktes


Verlag; Die Kunstauktion G. m. b. H.
Redaktion und Lesesaal
Berlin W 62, Kurfürstenstraße 76/77
Telefon: B 5 Barbarossa 7228
Herausgeber: Walter Bondy-Berlin und Dr. von Saxe-Paris

Einzel-Nr. 40 Pf. Quartal für Deutschland M. 4,— u. 40 Pf. Be-
stellgeld, Jahrespreis einschl. Porto M. 16.60; Quartalspreis
einschl. Porto für Deutschösterreich S 7; Tschechoslowakei
40 cK; Frankreich/Belgien 25 Frs.; Holland 3fl.; England 5sh;
Schweiz und die nicht angeführten Länder 6 Fr.; Übersee $1.50

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Lessing
llftd die bildende Kunst
Von Dr. Eckart v. 5 ydow
,^er 200jährige Geburtstag O. E.

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Fe<arS *n 0 s ist zu einer unerwartet großen
rüah 1Chkeit geworden. Den starken Auftakt
hitekt LG.0 auf Einladung der Lessing-Hochschule
Staatlich p l.e d r i c h Gundolfs Rede i m
ber „Ne«hi^iehstag, in der unser größter Literar-
sehOr‘ker in Lessing den kämpferischen Men-
Mur 1. fe*erte, der als erster seit Hutten den
inst Pinki He> die Erde wirklich zu sehen und den
ux ]/ninek^ernaüsierenden Menschengeist ernst zu
lcht K || - rrten. Koch repräsentativer war die
,lsse. JiR i? s * n 0 f e i e r der Akademie der
forsaal U n sfeinBerlin.in der Max Liebermann,
iz-Albrca ot juli(Js Petersen ulld Thomas Mann das
de/, ergriffen. Liebermann sprach von
au. i ren Helligkeit, die von Lessings Werken
L strahlt. Petersen wies vor allem aut
taEN mriSln^s- des unsichtbaren Triumvirn Goethes
^hin Schillers, sprachschöpferische Leistung
a. ' Thomas Mann umschrieb in längeren
, Mirii rungen Lessing als den Klassiker des
Verehrer’ uiterischen Verstandes, den Erzvater alles
ipt nur Z' Ugen und wachen Dichtertums.
.ta„ D'e Reden, in denen man Lessings Geist
"brand |/?c'"vor, hielten sich mehr an den eigent-
n Grundimpuls seines Wesens, als an die
t ?-elheifen seiner Arbeit und normativen
pJrderungen. Das Essentielle seiner
: RundfrahC ' r s ö n 1 i c h k e i t ist in der Tat lebendig,
dsten leb8 5./'” auch seine Leistungen als solche vielfach
Bahr schr*f?°n vergangen sind. Diese Trennung zwi-
Bescheren Wesen und Werk drängt sich mit be-
m i c h A hderer Schärfe auf, wenn wir uns sein
iligen.“ v Crhältnis zur bildenden Kunst
^^gegenwärtigen, — fortwährend fühlt man
ft/’1 dann als Mensch dieser unserer Zeit zum
. ' d e r s p r u c h getrieben und fast ebenso
’orträt cii’T'-J'r zur ßewun der ung : zum Widerspruch
aus, daß CNen seine Auffassungen und zur Bewunde-
itsprach 8 für seinen Grundimpuls.
enig klei1'1» Last alle Normen, mit denen Lessing seine
mer zu 9rl(J/' genossen und die Vergangenheit mißt, sind
MeyerlKL.s entgegen. Sein abschäßiges Urteil über
upt w8 f' alten N i e d e r 1 ä n d e r wird oft zitiert.


Rembrandt wollte er gar nicht erlauben,
ernste Dinge zu malen, — sein gedämpftes
Licht erschien ihm nur geeignet, die gemeinen
Gegenstände weniger deutlich zu machen.

Der Gegensaß zwischen unserer positiven
und seiner negativen Bewertung solcher
Künstler von Weltgeltung ist kaum geringer
als der Widerspruch zwischen der heute und

der damals gültigen Kunstauffassung.
Lessing hat uns die Auseinanderseßung mit
ihm verhältnismäßig leicht gemacht. Fast
alles, was er in Bezug auf die bildende Kunst
auf dem Herzen hafte, legte er in seiner be-1
rühmten Abhandlung über Laokoon
nieder, in welcher er die Grenzen zwi-
schen Malerei und Poesie ziehen
wollte. Die Vorstellung, die er sich von der
Kunst der Malerei macht, hat zwei Leitmotive.
Einmal ahmt die Malerei, für ihn, wirkliche
Gegenstände durch Figuren und Farben im
Raume nach. N a ch a h m u n g ist also das
Ziel dieser, wie aller Künste, — so wird denn
auch gelegentlich die genaue Lebensgröße der
gemalten Dinge gefordert! Auf der anderen
Seite steht die der griechischen Antike ent-
nommene Weisung, daß der Maler nicht an
der Welt der Wirklichkeit hängen, sondern die
schöne Körperwelt nachahmen soll, da
„der malerische Wert der Körper in ihrer
Schönheit besteht“. Alles Häßliche soll aus
der bildenden Kunst ausgeschaltet werden.
Warum? Lessing macht sich die Antwort
leicht: Der Endzweck der Künste ist
Vergnügen, — Vergnügen aber wird durch
den Anblick schöner Körper erweckt.
Aus solcher Grundauffassung, in welcher
sich die Sachlichkeit der Aufklärungszeit und
der rokokohafte Sinn für äußere Grazie
sonderbar mischen, konnte sich nur eine Kunst-
theorie ergeben, die den Inhalt in den Vor-
dergrund stellt. Solchen Inhalt faßt Lessing
überwiegend als einen Vorgang in einer
Entwicklung auf und fordert in diesem Sinne
u. a. die Darstellung des fruchtbarsten
Momentes.
Alle diese Forderungen setzt er angesichts
der Laokoongruppe auseinander, die Winkel-
mann als echt griechisches Meisterwerk ange-
sprochen hatte, und die Lessing für eine Ar-
beit aus der Zeit der ersten römischen Kaiser
hielt, — wir wissen jeßt, daß diese Gruppe
ein hellenistisches Werk des 1. Jahrh. v. Chr.
ist. Es ist nun eigentümlich, daß Lessing seine
Normen für die Malerei aus einem Werke
der Plastik ablesen will. Und in der Tat ist
sein Ergebnis auch mehr im Sinne eines Pla-
stikers, als eines Malers wertvoll.
Und dennoch: bei all diesen Einwendungen
bleibt auch heute noch Lessings „L a o k o o n"

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Gemälde Alter Meister

Katalog 2004 mit 16 Abb. Taf.

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Berlin wio, viktoriastrasse 35

NEW-YORK

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Werke von Aertsen, Pieter Brueghel, Dujardin, Greuze, van Loo, Magnasco,
Ovens, Pourbus, Hubert Robert, Janvan Scorel, Tiepolo u.a.

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PAUL CASSIRER / HUGO HELBING

Ausstellung : Sonnabend, 2. Februar, 4-6 Uhr
Sonntag, 3. u. Montag, 4. Februar, 10-2 Uhr
Versteigerung : Dienstag, 5. Februar, ab 10 Uhr

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MEISTER DES 14.-16. JAHRHUNDERTS

Rudolph Lepke’s Kunst-Auctions-Haus
Berlin W35 Potsdamer Straße 122a-b

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27, East 57hh Street
 
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