Lanckoroński, Karl [Hrsg.]
Städte Pamphyliens und Pisidiens (Band 2): Pisidien — Wien, 1892

Seite: 122
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I 22

Fig. 94. Gesims vom Propylaion.

bau innerhalb eines
quadratischen Peri-
bolos von 21 M. Sei-
tenlänge; ferner das
Grabmal der Aure-
lia Ge (siehe Inschr.
175), dessen Plan
Fig. 95 zeigt. Auf dem fast 4 M. hohen Unterbau steht zwischen zwei quadratischen, mit
Pilastern geschmückten Pfeilern der Sarkophag auf einer Bank mit Löwentatzen; die Pfeiler,

1 • 1 7 M. lang und breit, trugen ein Tonnengewöl-
be, welches den Sarkophag überspannte. Wir fan-
den dazugehörige, beiderseits mit Archivolten ge-
zierte Gewölbsteine von gleicher Laibungsbreite
wie die Pfeiler. In der Oberfläche des Unterbaues
bemerkten wir die Standspuren von acht Säulen,
deren korinthische Capitelle und attische Basen in
der Nähe sich fanden. In welcher Weise das Gebälk
und die Bedachung angeordnet waren, ist ange-
sichts der eigenthümlichen Gestaltung des Grund-
risses fraglich, eine genauere Untersuchung der
umherliegenden Trümmer konnte nicht stattfinden.
Noch zahlreiche andere, von Moos und Schlingpflanzen umwachsene Denkmale stehen
hier in urwaldartigem, von keines Menschen Fuss betretenem Dickicht, doch mussten wir
die Untersuchung derselben kommenden Forschern überlassen.

Fig 95- Grundriss vom Grabmal der Aurelia Ge.

Fig. 96. Relief aus der Nekropole der Unterstadt.


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